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Gehälter: Handel weit hinten


Fach- und Führungskräfte verdienen im Groß- und Einzelhandel im Durchschnitt 45.604 Euro pro Jahr: Das ist ein Ergebnis aus dem „Gehaltsreport 2016“, den die Online-Job-Börse StepStone jetzt vorgelegt hat. Der Personaldienstleister listet die Branche damit auf Platz 10 der „Flop-Branchen“, die die niedrigsten Gehälter zahlen. „Flop-Branche“ Nummer eins ist das Handwerk mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 34.367 Euro, gefolgt von Hotel und Gastronomie mit 34.711 Euro sowie Bildung und Training mit 39.512 Euro. Bei den Gehaltsdaten handelt es sich um das Durchschnitts-Bruttojahresgehalt inklusive Boni, Provisionen, Prämien etc.

Spitzenreiter im StepStone Gehalts-Ranking sind die Banken mit im Schnitt 64.100 Euro Jahresgehalt. An zweiter Stelle kommen die Finanzdienstleister mit 63.720 Euro und die Pharma-Industrie, wo im Durchschnitt 61.662 Euro gezahlt werden. Die Daten wurden nach Angaben von StepStone durch eine Online-Befragung gewonnen. Daran nahmen im Herbst 2015 rund 50.000 Fach- und Führungskräfte teil. Etwa 70% der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Etwa 30% der Teilnehmer waren Führungskräfte.

Dass der Handel niedrigere Gehälter als andere Branchen zahlt bzw. als Geringverdiener-Branche gilt, ist nicht neu. Allerdings gibt es auch Studien, die der Branche – zumindest für bestimmte Zielgruppen – ein relativ hohes Gehaltsniveau bescheinigen. So kam etwa die Beratungsgesellschaft Kienbaum im vergangenen Jahr in einem „Vergütungsreport“ zu dem Urteil, dass Manager aus dem stationären und dem Versandhandel nicht nur überdurchschnittlich bezahlt werden, sondern sogar zu den Top-Verdienern gehören. Demnach beläuft sich die durchschnittliche Gesamtdirektvergütung (fixe und variable Bestandteile, ohne geldwerte Vorteile) von kaufmännischen Führungskräften der Branche auf 147.000 Euro pro Jahr. Der in der Untersuchung für 30 Branchen ermittelte Durchschnittswert lag bei 123.00 Euro jährlich.





09.02.2016Redakteur: Bettina Maurer

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