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AVE fordert Zollfreiheit für Myanmar


Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE) unterstützt den Vorschlag der EU-Kommission, Importen aus Myanmar Zollfreiheit zu gewähren. „Damit erhält das über Jahrzehnte wirtschaftlich isolierte Myanmar wieder Zugang zum europäischen Markt“, begründet AVE-Hauptgeschäftsführer Jan Eggert. Dies werde nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung des Landes stark voranbringen, sondern auch die demokratische Öffnung weiter fördern. Mit ihrem Verordnungsentwurf, der eine Wiederaufnahme Myanmars in das allgemeine Zollpräferenzsystem vorsieht, folgt die EU-Kommission dem Vorschlag der AVE und weiterer europäischer Verbände, die sich infolge der demokratischen Öffnung seit einigen Monaten für Handelserleichterungen für das asiatische Land stark gemacht hatten. „Mit einer Bevölkerung von über 50 Mill. Menschen hat Myanmar ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Gerade die produzierende Industrie und die Infrastruktur, die in den Jahren der Diktatur stark gelitten haben, werden vom Handel mit Europa stark profitieren“, so Eggert.

Birma/Myanmar war 1997 aufgrund seines diktatorischen Regimes aus dem allgemeinen Zollpräferenzsystem ausgeschlossen worden. Zweck des Zollpräferenzsystems ist es, Entwicklungsländern durch ermäßigte Einfuhrzölle den Marktzutritt in Europa zu erleichtern. Außerdem gelten für diese Länder weniger strenge Ursprungsregeln. Für textile Fertigwaren reiche häufig die Konfektion aus, um den Ursprung zu begründen, heißt es vom Gesamtverband der deutschen Maschenindustrie. Bislang falle für die meisten Bekleidungswaren aus Myanmar ein Zoll in Höhe von 12% an. Deutschland hat 2011 aus dem Land Textil- und Bekleidungsprodukte im Wert von 57,6 Mill. Euro importiert.



21.09.2012Redakteur: TextilWirtschaft online
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