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Amazon: Aktie sinkt trotz Gewinnsprung


Der E-Commerce-Konzern Amazon meldet für das Geschäftsjahr 2015 (Stichtag: 31.12.) ein Umsatzplus von 20,2% auf 107 Mrd. Dollar (98,24 Mrd. Euro). Das Bekleidungssegment wird bei Amazon nicht separat ausgewiesen, sondern unter „Electronics and Other General Merchandise” geführt. Mit dieser Sparte verzeichnete Amazon im Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 24% auf 75,6 Mrd. Dollar, wobei das Geschäft in Nordamerika mit plus 31% (währungsbereinigt ebenfalls plus 31%) auf 50,4 Mrd. Dollar deutlich stärker zulegte als in den internationalen Märkten der Gruppe mit einem Wachstum von 13% (währungsbereinigt plus 29%) auf rund 25,2 Mrd. Dollar.

Aufgrund eines starken vierten Quartals verzeichnete Amazon nach einem Nettoverlust von 241 Mill. Dollar im Vorjahr im Geschäftsjahr 2015 einen Nettogewinn von 596 Mill. Dollar. Im vierten Quartal kletterten die Erlöse des Unternehmens aus Seattle/Washington um 22% auf 35,7 Mrd. Dollar, wobei der Nettogewinn mit 482 Mill. Dollar 125% über dem Vorjahresergebnis lag. Mit einem Dollar pro Aktie blieb der Gewinn jedoch 0,56 Dollar unter den Erwartungen der Analysten, wodurch der Aktienkurs im nachbörslichen Handel zeitweise um über 16% auf 545,13 Dollar einbrach, sich aber mittlerweile wieder bei rund 570 Dollar (-10%) eingependelt hat.

Um das Geschäft in diesem Jahr weiter voranzutreiben, startet Amazon anlässlich des bevorstehenden Super Bowl am 7. Februar eine TV-Werbekampagne mit dem US-Schauspieler Alec Baldwin und dem ehemaligen Football-Player Dan Marino. In dem von der Werbeagentur Leo Burnett konzipierten Spot diskutieren Baldwin und Marino über die notwendigen Zutaten für eine gelungene Super Bowl-Party. Beworben wird die stimmaktivierte Digital-Station Amazon Echo, die u.a. als Lautsprecher für Radio-Stationen, Lesegerät für Digitalbücher und als Kontrollgerät für digitale Wohnaccessoires und Lichtschalter genutzt werden kann und über den Cloud-basierten Voice-Service Alexa gesteuert wird.







29.01.2016Redakteur: Ulrike Howe

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