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Apparently Different startet Testshop


Mit dem Ladenkonzept Apparently Different eröffnet am Mittwoch in Berlin-Mitte der erste Testshop für die konsequente Verbindung von Online- und Offline-Shopping. Herzstück ist der Touchscreen in einer Umkleidekabine, auf dem sich der Kunde wie in einem Online-Shop neue Teile und andere Größen schicken lassen kann. Im Laden in der Brunnenstraße 190 werden auf einer Verkaufsfläche von 120m² jeweils zehn ausgewählte Outfits für Damen und Herren angeboten. Dabei sind die Labels Maison Scotch, Marc O’Polo, 0039 Italy, Strenesse, 7 for all Mankind, Stefanel, Lindbergh, Herschel, Nike, Tiger of Sweden, Makia, Filippa K und Scotch & Soda.

Es gibt drei Umkleidekabinen, zwei konventionelle und eine 12m² große Premiumkabine, in der das neue Konzept erprobt wird. Die Teile liegen im Store im Regal, müssen aber nicht mit in die Umkleidekabine genommen werden. Dort können die gewünschten Größen und ergänzende Teile auf dem Touchscreen geordert werden. Innerhalb von 30 Sekunden werden sie von Mitarbeitern aus dem Lager hinter der Umkleidekabine in eine dafür vorgesehene Schublade gesteckt. Was nicht passt oder gefällt, wird in einer zweiten Schublade zurückgegeben. „Damit kann auch auf kleiner Ladenfläche dreimal so viel Ware wie üblich angeboten werden“, erklärt Dorian Freudenreich, der gemeinsam mit Daniel Welberts das Konzept entwickelt hat.

Der Test wird einen Monat laufen. Dabei soll vor allem festgestellt werden, ob sich die Kunden für eine der konventionellen oder die Premiumkabine entscheiden, wie viel länger die Verweildauer in der Premiumkabine ist und wie viel mehr Teile dort probiert werden. Ab Januar soll das Konzept gemeinsam mit einem Händler oder einer Modemarke in deren Läden umgesetzt werden. „Wir haben bereits die Zusage eines Multibrand-Retailers, sprechen aber mit weiteren Interessenten“, erklärt Welberts, der zuvor das Business Development Team der P&C-Online-Plattform Fashion ID leitete. Als Partner eigneten sich Multichannel-Anbieter im mittel- bis höherpreisigen Segment mit einer Ladengröße von mindestens 100m². „Die benötigen dann von uns lediglich pro Kabine einen Touchscreen und ein iPad, mit dem die Verkäufer bzw. Lagerarbeiter ausgestattet sind. Wir kümmern uns als B-to-B-Technologie-Provider um Software und Einbau“, so Freudenreich.

Zudem soll Anfang 2016 ein permanenter 300m² großer Store in Berlin als Entwicklungslabor eröffnet werden. „Hier wollen wir technologische Erweiterungen testen wie die Verknüpfung mit RFID, das virtuelle Ankleiden und den virtuellen Einkaufskorb, Online-Bezahlung und Vororder der Teile von Zuhause aus“, kündigt Welberts an.
29.09.2015Redakteur: Kirsten Reinhold

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