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Aus Karstadt Premium wird The KaDeWe Group


„Die Loslösung ist nun endgültig abgeschlossen“, erklärt André Maeder, seit Februar 2014 Geschäftsführer der ehemaligen Karstadt Premium-Gruppe, und meint damit die definitive Abspaltung der drei Premium-Häuser KaDeWe, Oberpollinger und Alsterhaus von der krisengeschüttelten Warenhaus-Mutter in Essen. Sie sei mit Beginn dieser Woche vollzogen. Denn ab sofort werden nach den Bereichen Einkauf und Marketing auch die Ressorts Logistik, Finanzen, Warenwirtschaft, IT und Human Resources eigenverantwortlich von Berlin aus gelenkt.
 
Diese Abspaltung äußert sich künftig in einem neuen Namen und einem neuen Auftritt: Aus Karstadt Premium wird The KaDeWe Group. Damit soll der Auftritt der drei Häuser in der Präsentation genauso wie in der Kommunikation angeglichen werden. Sowohl im Kunden-Magazin als auch in Anzeigen-Kampagnen und auf den Kassenbons wird der neue Name in den nächsten Wochen sichtbar.
 
Auch die Sortimente sollen unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten stärker aneinander angepasst werden, wobei das KaDeWe immer stilbildend für die anderen Häuser sein soll. Das Trading-up wird dabei weiter fortgesetzt. „Das heißt nicht, dass wir unbedingt teurer werden. Aber wir werden noch etwas schärfer und spitzer in der Ausrichtung“, so Maeder. Der Einkauf wurde bereits umgestellt und wird zentral von Berlin aus gelenkt. Hier wird Anfang Dezember auch ein neues Headquarter bezogen, das in unmittelbarer Nähe zum KaDeWe liegt.
 
Unter dem neuen Namen soll auch ein Eigenmarken-Konzept etabliert und forciert werden, das vom Souvenir bis zum Luxus-Kaschmir alle Segmente abdeckt. Auch an einem gemeinsamen Webshop wird derzeit gearbeitet. „Hier wollen wir auch State of the Art sein“, so Maeder. Eine dreistellige Millionensumme soll nicht zuletzt dafür in den nächsten fünf Jahren investiert werden.
 
Im Gegensatz zu den drastischen Einsparungen, die der ehemaligen Mutter bevorstehen, sieht der gemeinsame Eigner, die österreichische Signa-Holding, im Luxus-Segment offensichtlich Potenzial. Maeder sagt dazu: „Wir sind ein wirtschaftlich und rechtlich unabhängiges Unternehmen. Wir sind profitabel und können investieren.“ Für 2013 beziffert er den Umsatz auf 600 Mill. Euro. Mit diesem neuen Auftritt will sich die KaDeWe Group noch stärker im Umfeld internationaler Department-Stores wie Harrods, Selfridges und Le Printemps profilieren. Eine weitere Expansion sei dabei denkbar, ist aber derzeit vollkommen unkonkret.

11.09.2014Redakteur: Silke Emig

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