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Aus für Duisburger FOC


Jetzt ist es amtlich. Das geplante FOC im Duisburger Norden wird nicht gebaut. Am Montag hat der Rat der Stadt das Aus für das Factory Outlet Center des Investors Douvil im Stadtteil Hamborn/Obermarxloh beschlossen – nach rund fünf Jahren Planung. Wie die Stadt Duisburg mitteilt, hat sie für die nächste Sitzung des Rates eine Vorlage erstellt, mit der nach eigenen Angaben „der Ausstieg aus dem Bauleitverfahren beschlossen werden soll“. Damit seien die Planungen beendet.

Investor Douvil zeigt sich äußerst verärgert über die Entscheidung: „Wie in Duisburg mit Investoren umgegangen wird, ist skandalös“, sagte der Verantwortliche Robin Groot. Die Projektplanung für das Outlet-Center sei fertig, insgesamt lägen 15 Gutachten dafür vor. „Die Duisburger Stadtspitze killt dieses für die Stadtentwicklung so wichtige Projekt mit einem Verfahrenstrick.“
 
Nach Angaben der Verantwortlichen der Stadt hatte der Rat schon in einer Sitzung am 23. November vergangenen Jahres beschlossen, einen Rücktritt von dem zwischen dem Projektentwickler und der Stadt Duisburg geschlossenen Grundstückkaufvertrag zu prüfen. Der Rat mache nun von seinem Recht auf Änderung der Bauleitplanung Gebrauch. Die durch den Investor zu erbringenden Gutachten ließen nach wie vor etliche Fragen offen. Der nächste Schritt – die öffentliche Auslegung der Gutachten – könne deshalb, nach mittlerweile fast fünf Jahren Planung, nicht erbracht werden. Auch aufgrund der zeitlichen Entwicklungen gebe es nun „neue stadtplanerische Überlegungen“.
 
Wie ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage erklärte, sei ein FOC für Duisburg immer noch denkbar, allerdings nicht an dem vorher geplanten Standort. Der Standort in Hamborn/Obermarxloh solle anderweitig genutzt werden – wie genau, solle in Abstimmung mit den Bürgern geklärt werden. Dazu werde ein Planungsbüro bis zum Sommer dieses Jahres einen Katalog mit Nutzungsmöglichkeiten erstellen.

Douvil erklärt, das Unternehmen sehe sich nun dazu gezwungen, Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Der Investor bezeichnet die Alternativplanung der Stadt als „nebulös“. Bereits in der vergangenen Woche hatte eine Sprecherin des Unternehmens erklärt, man müsse von einer Klage in Millionenhöhe ausgehen, schließlich habe Douvil bereits über 9 Mill. Euro investiert – unter anderem in Planungen und Gutachten.

Tatsächlich hatte Douvil zahlreiche Gutachten erstellen lassen – nicht zuletzt weil es immer wieder zu Kritik an dem geplanten Projekt gekommen war. So gibt es an dem Standort eine Arbeitersiedlung, die zum Teil noch bewohnt ist und für deren Erhalt einige Mieter kämpfen. Auch die Verkehrsanbindung, für die noch verkehrstechnische Veränderungen notwendig sind, rief Skeptiker auf den Plan. Einer der Hauptkritikpunkte war allerdings die unmittelbare Nähe des FOC-Geländes zum Chemiewerk Grillo und die Gefahr eines Störfalls, der möglicherweise damit verbunden sein könnte. Das Center sollte eine Gesamtfläche von 33.000m² bekommen, die Eröffnung hatte Douvil für Herbst 2017 angesetzt.
01.03.2016Redakteur: Anke Prokasky

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