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Berggruen Holdings: Keine Verkaufspläne


Die Berggruen Holdings des Karstadt-Eigentümers Nicolas Berggruen hat am Montag Spekulationen über angebliche Verkaufsabsichten für die Karstadt-Premium- und Karstadt-Sporthäuser scharf zurückgewiesen. „Nicolas Berggruen ist ein langfristig orientierter Investor und dementiert entschieden, dass Teile des Karstadt-Geschäfts verkauft werden sollen. Er unterstützt Karstadt-CEO Andrew Jennings und dessen Strategie ‘Karstadt 2015‘ uneingeschränkt″, erklärt Jared Bluestein, President und Chief Operating Officer von Berggruen Holdings. Medienberichte, wonach Berggruen Holdings in Verhandlungen seien und die Karstadt Premium-Gruppe sowie Karstadt Sports plane zu verkaufen, seien unwahr und entbehrten jeglicher Grundlage.  

Das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ berichtet in der aktuellen Ausgabe  über angebliche Verkaufsabsichten für die Premiumhäuser wie das KaDeWe in Berlin oder das Oberpollinger in München. Das Blatt schreibt, Berggruen lasse den Verkauf der sogenannten Karstadt-Premium- und Karstadt-Sporthäuser vorbereiten. Bluestein solle demnach persönlich sowohl mit der Qatar Holding als auch mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Ltd über einen möglichen Verkauf verhandeln. Der Investmentgesellschaft Qatar Holding gehören das britische Kaufhaus Harrods, der kanadische Handelskonzern George Weston Ltd und die britischen Selfridges-Kaufhäuser.

Berggruen hat die Karstadt-Warenhäuser im Oktober 2010 aus der Insolvenz übernommen. Er versicherte damals, Karstadt als Ganzes erhalten zu wollen. Mitte Juli hatte Karstadt-Chef Andrew Jennings angekündigt, bis Ende 2014 etwa 2000 der 24.400 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Der Verwaltungsaufwand solle weiter verringert und die Organisationsstruktur im gesamten Unternehmen neu ausgerichtet werden, teilte der Konzern mit. Pläne für Schließungen von Häusern gebe es aber nicht, hieß es.

06.08.2012Redakteur: Manfred Gerzymisch
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