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Berlin Fashion Week: Über 200.000 Besucher


Auch die Premium war sehr gut besucht (Foto: Premium Exhibitions).
Auch die Premium war sehr gut besucht (Foto: Premium Exhibitions).
Die Berlin Fashion Week mit ihren drei großen Messen, mehr als 50 Schauen und sieben kleineren Plattformen war ein voller Erfolg. Die Stimmung war sehr gut, auch wenn über Margen und Konditionen diskutiert wurde, stand doch der kreative Input im Vordergrund. Veranstalter und Aussteller sind sehr zufrieden mit der Frequenz und der Qualität der Besucher. Vor allem aus Osteuropa und Asien seien mehr internationale Einkäufer angereist. Die Besucher loben das breite Markenportfolio und die vielen innovativen Kollektionen, kritisierten aber die weiten Wege. Der Tourismusverband Berlin schätzt, dass mehr als 200.000 Gäste in Berlin waren, die 120 Mill. Euro zusätzlicher Wirtschaftsleistung in die Stadt brachten.
 
Die mit Spannung erwartete Premiere der neuen Messe in Schönefeld lief hervorragend. Aussteller und Einkäufer waren begeistert von der Panorama, der neuen Plattform für große, marktstarke Namen. „Wir sind überdurchschnittlich zufrieden hier. An allen drei Tagen waren die Hallen voll. Wir hatten viele Interessenten aus dem Ausland, vor allem aus Asien. Im Sommer sind wir definitiv wieder dabei - auch ohne Flughafen“, erklärt Thomas Plum, Export Sales Manager von Mac.
 
Auch die Premium war sehr gut besucht. „Die beiden Plattformen Panorama und Premium ergänzen sich hervorragend. Die Premium war voll besucht wie immer, die Resonanz auf unsere neue Kollektion ist toll. Und die Panorama lief auch sehr gut. Wir sind jetzt richtig happy hier in Berlin“, so Liebeskind-Chef Johannes Rellecke, der auf beiden Messen mit mehreren Ständen vertreten war. „Das war bislang unsere beste Veranstaltung. Wir hatten viele internationale Neukunden am Stand“, erklärt Anja Köninger vom Accessoires-Label König Walter, die genauso wie die Premium zehnjähriges Jubiäum feierte.

„Zu unserem zehnjährigen Jubiläum haben sich alle unsere Wünsche erfüllt. Die Premium war an allen drei Tagen sehr gut besucht. Durchweg wurde die hohe Qualität der Brands und die konsequente Positionierung im High-Fashion Segment gelobt. Wir hatten sehr viele internationale Besuche, darunter sehr viel mehr asiatische Einkäufer. Wir freuen uns auf die nächste Saison", erklärten die Veranstalter der Premium.
 
Bread & Butter: Viele neue Einkäufer, gute Gespräche (Foto: Bread & Butter)
Bread & Butter: Viele neue Einkäufer, gute Gespräche (Foto: Bread & Butter)
Auf der Bread & Butter herrschte wie immer Hochbetrieb. Die neue Selektivität und die veränderte Hallenaufteilung wurden vom Publikum gelobt. „Es war wieder eine Super-Veranstaltung, wir haben sehr gute Gespräche geführt. Auch viele neue, internationale Einkäufer waren auf der Bread & Butter unterwegs und viele loben die neue Überschaubarkeit der Veranstaltung. So haben die Kunden mehr Zeit für einzelne Brands“, erklärt Mavi-Vorstand Serdar Mazmanoğlu.
 
Bread & Butter-Chef Karl-Heinz Müller zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Unsere Anstrengungen haben trotz Zweifel im Vorfeld Früchte getragen, die Qualitätsoffensive hat sich ausgezahlt. Die Aussteller sind nicht nur zufrieden, sondern begeistert von der Modifizierung insgesamt, jedoch insbesondere von der Qualität und der Internationalität der Besucher.“ Außerdem hätten die japanischen Top-Händler die Bread & Butter für sich entdeckt. „Wir haben die Ziele, die wir uns für diese Saison gesetzt hatten, erreicht und trauen uns zu, einen Top-Bereich für kosmopolitische Womenswear nach dem Vorbild der L.O.C.K. im Juli 2013 erfolgreich umzusetzen“, resümiert Müller.
 
Auch die Veranstalter der kleineren Events sind zufrieden. „Gefühlt war es unsere bislang beste Veranstaltung. Schon vom ersten Tag an waren die Räume im Hotel Adlon gut besucht. Die Nachfrage nach nachhaltigen Labels steigt spürbar“, erklärt Magdalena Schaffrin, die Veranstalterin der beiden grünen Plattformen The Green Showroom und Ethical Fashion Show.
 
Mehr als 100 Kollektionen wurden im Cafe Moskau gezeigt (Foto: Fashion Gallery)
Mehr als 100 Kollektionen wurden im Cafe Moskau gezeigt (Foto: Fashion Gallery)
Die Fashion Gallery Berlin meldet rund 2000 internationale Facheinkäufer für ihre mehr als 100 Kollektionen im Cafe Moskau. „Es ist eine sehr angenehme, entspannte Atmosphäre hier. Wir haben einige Neukunden aus Osteuropa gewonnen, die auch geschrieben haben“, erklärt der Berliner Designer Peter O. Mahler, der zum ersten Mal auf der The Gallery Berlin präsent war.
 
Die Show & Order hat sich mit ihrer dritten Veranstaltung im Kraftwerk etabliert. „Wir haben neue und hochwertige internationale Kunden gewonnen. Dies ist eine konzentrierte Ordermesse, die Umsätze generiert und perfekt bis ins kleinste Detail liebevoll geplant und organisiert ist“, so Sabine Lohèl, Head of Design, Semperlei. „Aussteller und Besucher fühlen sich wohl, die Gänge sind voll und die Verweildauer auf der Messe ist sehr hoch. Wichtige internationale und nationale Kontakte wurden geknüpft, neue Labels entdeckt“,  fasst Geschäftsführerin Verena Malta zusammen.
 
Ein großer Erfolg ist der Umzug der Bright in die Alte Münze in Berlin Mitte. „Das sind zwei Schritte nach vorn. Ich war ja sehr pessimistisch, aber jetzt waren viele relevante Einkäufer hier unterwegs“, resümiert Walter Molt, Sales Managing Director von Irie Daily. Auch die Einkäufer sind begeistert von der großen Auswahl. „Jetzt finden wir hier wirklich alles, was wir brauchen, ein gigantischer Pool an neuen, interessanten Labels. Besonders die Plattformen für alternative, individuelle und nachhaltige Labels haben sich sehr gut entwickelt“, erklärt Juliane Weber von Fummel & Leinen in Dresden. „Eine geniale kreative Plattform mit vielen interessanten Labels in einer Super-Atmosphäre, vor allem auf Bright und Bread & Butter“, so Dani Fernandez von Alce in Madrid, der zum ersten Mal in Berlin ist.
 
Nur die weiten Wege werden kritisiert. „Es hat sich ja alles so toll entwickelt - alle wichtigen Brands sind hier. Aber leider ist es so weit verstreut, dass man als Einkäufer nur auf den Straßen unterwegs ist“, moniert Ruth Boecker von Uhle Design aus Berlin. „Es ist schade, dass die Panorama so weit draußen ist und die Shuttle-Verbindungen so schwierig sind. Aber insgesamt sind die vielen Veranstaltungen und Plattformen hier toll. Ich habe auf der Premium, der Bread & Butter und der Show & Order einige interessante neue Labels entdeckt. Berlin bietet jetzt eine sehr schöne, breite Auswahl“, so Elfie Stroh von Eigenart in Langen.
 
Die Schauen im Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin waren mit 600 bis 700 geladenen Gästen immer voll besetzt. Zu den gefeierten Highlights gehörten vor allem die Berliner Labels C'est tout, Lala Berlin, Frida Weyer, Hien Le, Perret Schaad und Blame. Im Zelt am Brandenburger Tor laufen auch am Freitag noch Schauen. Zu den mit größter Spannung erwarteten Auftritten gehören auch hier die Berliner Designer Issever Bahri, Vladimir Karaleev und Dawid Tomaszewski, der die erste Berlin Fashion Week 2013 mit seiner Schau um 19.30 Uhr beenden wird.

17.01.2013Redakteur: Kirsten Reinhold

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