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Bilanzputz drückt Safilo in die roten Zahlen


Ein Bilanzputz hat Safilo rote Zahlen beschert. Der Brillenhersteller aus Padua schrieb den Firmenwert seiner Fernost-Tochter ab und nahm Rückstellungen vor, um sich für eine Ermittlung der französischen Wettbewerbsbehörde zu wappnen. Die Sonderbelastungen schlugen mit insgesamt 60,5 Mill. Euro zu Buche, was in einem Nettoverlust von 52,7 Mill. Euro resultierte.

Safilo-Vorstandschefin Luisa Delgado, die seit 2013 im Amt ist, zieht einen Schlussstrich unter der Ära ihres Vorgängers Roberto Vedovotto. Die Schweizerin hat eine Strategie bis 2020 verkündet, die unter anderem einen Schuldenabbau, Kostensenkungen und einen Umbau des Markenportfolios vorsieht. Erste Erfolge sind sichtbar: Die Nettoverschuldung sank von 163,3 auf 89,9 Mill. Euro.

2016 wird für Safilo ein weiteres Jahr des Wandels. Die 20-jährige Gucci-Lizenz wird beendet, weil der französische Luxuskonzern Kering die Brillen in Eigenregie herstellen will. Neue Partnerschaften mit Givenchy und dem Schweizer Uhrenfabrikanten Swatch sollen den Verlust kompensieren. „2016 wird ein weiteres wichtiges Jahr des Übergangs“, sagte Delgado am Montag. „Wir rechnen mit einem anhaltenden Wachstum unserer Lizenzmarken und einer Beschleunigung bei unseren eigenen Marken.“

2015 steigerte Safilo den Umsatz um 8,5% auf 1,3 Mrd. Euro, nicht zuletzt dank Wechselkurseffekten. Abschreibungen und Rückstellungen herausgerechnet, erzielte der Brillenhersteller einen bereinigten Nettogewinn von 6,9 Mill. Euro. Ein Jahr zuvor hatte Safilo 44,5 Mill. Euro verdient.
16.03.2016Redakteur: Tobias Bayer

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