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Blue Inc: 60 Stores müssen schließen


Der britische Young Fashion-Filialist Blue Inc unterzieht sich einer Restrukturierung. Der nach eigenen Angaben am schnellsten wachsende Modehändler Großbritanniens muss 60 seiner 232 Stores schließen, davon sind rund 500 Stellen betroffen, bestätigt eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage.

Das Unternehmen, an dem auch der frühere Marks & Spencer-Chef Stuart Rose beteiligt ist, führt als Grund für die Schließungen das warme Winterwetter und die schwache Nachfrage nach Wintermode an. Mit einem geschrumpften Ladennetz könne man sich künftig stärker auf den Online-Shop und das internationale Geschäft konzentrieren, heißt es weiter. „Online bestreitet einen zunehmenden Teil des Geschäfts. Angesichtes dieser Stärke und den Veränderungen auf der High Street ist es Zeit, das Filial-Portfolio neu zu bewerten“, erklärt CEO Steve Cohen. „Wir investieren weiter in künftige Wachstumsfelder und stärken die Standorte, wo Blue Inc eine starke Kundenbasis hat.“
 
Die meisten der zu schließenden Läden gehören zu der 2001 aus der Insolvenz übernommenen Filialkette Officers Club, die eine männliche Klientel zwischen 11 und 25 Jahren anspricht. Teil der Restrukturierung ist ein Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Tochtergesellschaft A Levy, die für die Vermietung der Läden zuständig ist.

Blue Inc hatte 2014 Pläne für einen Börsengang aufgrund der schwierigen Marktentwicklung zurückgestellt. Im Vorjahr hatte das 1912 als A. Levy and Son Limited  in Stratford bei London gegründete Untenehmen mit den Formaten Blue Inc und Officers Club einen Umsatz von 98,7 Mill. Pfund (rund 128 Mill. Euro) erzielt.

22.01.2016Redakteur: Elke Sieper

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