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Bonprix: Zweistelliges Wachstum


Der Modeversender Bonprix ist im Geschäftsjahr 2015/16 (29.2.) um 11% auf 1,43 Mrd. Euro gewachsen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Geschäft mit einem Umsatzplus von 0,6% noch stagniert. Im Hinblick auf das Plus von 5,4% im Geschäftsjahr 2013/14 war das ein herber Rückschlag gewesen.
 
Im Kernmarkt Deutschland steigerte die Otto Group-Tochter ihre Erlöse im vergangenen Geschäftsjahr um 5% und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Das Online-Geschäft wuchs hierzulande sogar um 10%. „In einem Markt mit hoher Wettbewerbsintensität bei einer gleichzeitigen schwachen Entwicklung im Bereich Textilien ist das Wachstum sehr erfreulich“, kommentiert der Vorsitzende der Bonprix-Geschäftsführung, Marcus Ackermann, die aktuellen Zahlen. Positiv entwickelte sich auch die Ebt-Rendite, die Unternehmensangaben zufolge „erneut klar über 5% liegt, bei einer weiteren Steigerung zum Vorjahr“. Damit sei Bonprix im siebten Jahr in Folge profitabel gewachsen.
 
Wie in Deutschland kletterten auch in Frankreich und Italien die Erlöse um jeweils 5%. In den Niederlanden und Österreich legte das im mittelmodischen, unteren Preissegment positionierte Versandhaus um jeweils über 10% zu, in der Schweiz sogar um mehr als 20%. Das stärkste Wachstum verzeichnete das USA-Geschäft, das von der Fashion- und Bademodemarke Venus bestimmt wird. Die 2009 übernommene Tochter erhöhte – begünstigt durch die positiven Währungseffekte – die Umsätze um 50% auf über 250 Mill. Euro.
 
In den Krisenländern Russland und der Ukraine sind die Bonprix-Erlöse dagegen „weiter rückläufig“, teilt das Hamburger Unternehmen mit, ohne genaue Zahlen zu nennen. Das Russlandgeschäft taucht ohnehin nicht in der Bilanz von Bonprix auf. Es wird bei der Otto Group Russia bilanziert.
 
Der Anteil des Mobile Commerce am Online-Umsatz erhöhte sich um 10 Prozentpunkte auf rund 35%. In den USA und Schweden sind es sogar 40%. In Deutschland generiert Bonprix mehr als die Hälfte seines Online-Traffics über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer. Der Versender reagiert auf das veränderte Nutzungsverhalten, indem er in den kommenden Monaten eine App für iOS und Android auf den Markt bringt. Zunächst nur in Deutschland. Die anderen Länder sollen noch in diesem Jahr folgen.

16.03.2016Redakteur: Bert Rösch
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