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Bruuns Bazaar: Zahlungsunfähig


Das dänische Contemporary Label Bruuns Bazaar A/S hat Insolvenz angemeldet. Man habe in den letzten Jahren versucht, den Turnaround zu schaffen und sei bereits „auf halbem Weg“ gewesen, teilte das Unternehmen mit. Offenbar war es dann nicht gelungen, die notwendigen Investitionen in Marketing- und Vertrieb langfristig zu finanzieren.

„Wir entschuldigen uns bei unseren talentierten Mitarbeitern und Geschäftspartnern, dass es trotz der Bereitschaft der Eigentümer, sich mit einem zweistelligen Millionenbetrag an der Finanzierung der Entwicklung der Marke Bruuns Bazaar zu beteiligen, nicht gelungen ist, eine langfristige finanzielle Lösung zu finden“, sagten Firmengründer Bjorn und Teis Bruun.

Bruuns Bazaar war vor 22 Jahren von den Brüdern Teis und Bjorn Bruun gegründet worden und galt als eines der Vorreiterlabels der dänischen Designermode. 1999 war Bruuns Bazaar das erste skandinavische Label, das als Teil des offiziellen Schauenkalenders in Paris seine Kollektion zeigte. Im gleichen Jahr wurde auch die jüngere Zweitlinie BZR gelauncht.

Allerdings tat sich das Label in den vergangenen Jahren schwer, an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen und seine Handschrift wiederzufinden. Unter der kreativen Leitung von Rebekka Bay, die von der puristischen H&M-Tochter Cos wechselte, wurde der Look erwartungsgemäß zwar cleaner. Doch der erhoffte Erfolg blieb aus. Mit Lene Borggaards holte man dann vor drei Jahren die ursprüngliche Designerin zurück.

Bruuns Bazaar sowie die jüngere Zweitlinie BZR sind Teil der Skandinavian Designers Group mit Sitz in Kopenhagen. Zur Gruppe gehören außerdem die Label Six Ames A/S und Baum und Pferdgarten A/S. Beide Labels seien erfolgreich, profitabel und von der Insolvenz von Bruuns Bazaar A/S nicht betroffen, betont die Scandinavian Designers Group.
09.03.2016Redakteur: TextilWirtschaft online
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