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Burberry: Übernahmegerücht pusht Aktie


Ein Übernahmegerücht hat die Aktie des Londoner Luxusgüter-Unternehmens Burberry am Dienstag beflügelt. Nachdem die Londoner Financial Times am Montagnachmittag berichtet hatte, dass ein nicht genannter Investor einen Anteil von fast 5% an Burberry erworben hat, legte der Aktienkurs bei Börseneröffnung am Dienstagmorgen um fast 5% zu und steigt seitdem munter weiter. Gegenüber Anfang Januar, als der tiefste Kurs seit drei Jahren registriert wurde - eine Woche vor Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für das dritte Quartal - verbesserte sich der Aktienwert damit um fast 40%.
 
Burberry hatte den Aktienkauf durch das Bankhaus HSBC am Freitag gemeldet. Das Unternehmen habe daraufhin seine Finanzberater, Robey Warshaw und Morgan Stanley, mit der Recherche und möglichen Maßnahmen zur Abwehr von möglichen Übernahmemaßnahmen beauftragt, schreibt das Blatt. HSBC sei aufgefordert worden, den Namen des Käufers zu nennen, da Burberry einen Konkurrenten befürchtete. Analysten vermuten das rivalisierende Luxusgüterunternehmen LVMH oder Private Equity-Investoren, die eine Übernahme vorbereiten, hinter dem Aktienkäufer. Laut dem Finanzspezialisten Macquarie könnte Burberry dabei mit 8 Mrd. Pfund (10,34 Mrd. Euro) bewertet werden.
 
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2015/16, von Oktober bis Dezember, hatte Burberry zuletzt einen Anstieg des Retail-Umsatzes um 1% auf 603 Mill. GBP gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal wurde ein Pari erzielt, eine Verbesserung gegenüber dem zweiten Quartal mit einem Minus von 4%. In der Asia-Pazifik-Region sank der Umsatz im mittleren einstelligen Bereich. Allein in Hongkong sanken die Erlöse um 20%, was mit einem signifikanten Rückgang der Kundenfrequenz begründet wurde.

In Europa, Nahost, Indien und Afrika (EMEIA) konnte durch Luxus-Touristen ein Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich erzielt werden. In Italien und Spanien wurde ein Plus von 20% erreicht,  während sich die Entwicklung in Frankreich und Großbritannien verlangsamte – unter anderem wegen rückläufiger Touristenzahlen aus China und Fernost in Großbritannien. Die vorläufigen Zahlen für das laufende Geschäftsjahr werden am 8. Mai vorgelegt.

08.03.2016Redakteur: Elke Sieper

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