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Chevignon: Comeback in Europa

Die französische Premium-Marke will auf den deutschen Markt zurückkehren


Unter ihrem aktuellen Inhaber, der Vivarte Groupe, hat sich Chevignon neu aufgestellt. Die französische Premium-Marke, die zurzeit fast zwei Drittel ihres Jahresumsatzes von zuletzt 150 Mill. Euro in China und Südamerika erwirtschaftet, arbeitet an ihrem Comeback in Europa.
 
Der Vertrieb in Europa, wo die Marke außer in Frankreich nur in Spanien präsent ist, wird ab der kommenden Sommer-Saison forciert. „Deutschland sollte irgendwann unser zweitgrößter Markt sein,“ hat sich Eric Venel, Directeur Général von Chevignon in Paris, vorgenommen. Im Blick hat er auch Skandinavien und Osteuropa.

Damit soll das aktuelle Verhältnis von Retail zu Wholesale von zurzeit 80:20 auf 50:50 gebracht werden. Pläne gibt es auch für den E-Commerce, der zurzeit den Umsatz eines Stores ausmache. Ab Februar beliefert Chevignons Online-Shop auch Kunden in Spanien und Großbritannien. Ab Juni 2016 wird es eine Version in Deutsch geben.
 
Zuletzt war es einige Zeit still geworden um Chevignon. Nach der Übernahme in den 90er Jahren durch das den Young Fashion-Anbieter Naf Naf wurde zwar das Retail-Geschäft ausgebaut, aber das Image von Chevignon verblasste. 2007 übernahm die Vivarte Groupe die Marke, ein Jahr vor der globalen Finanzkrise mit ihren fatalen Folgen für die Gruppe, die neben Chevignon 15 weitere Schuh- und Modemarken besitzt. Nach einer umfangreichen Reorganisation gehört Chevignon zu den Premium-Marken von Vivarte.

„Chevignon hat eine Geschichte und ein Produkt, das wir neu positioniert haben und dessen Verhältnis Stil, Qualität und Preis jetzt hervorragend ist“, sagt Venel. Der neue Designer Yoann Le Creurer, der zuvor für Façonnable und Dior Homme entworfen hat, soll die Chevignons-DNA modern interpretieren.
 
Außerdem will die Marke Wholesale-Kunden wiedergewinnen. Aus diesem Grund ist Chevignon nach drei Jahren Pause auf Messen zurückgekehrt. Dazu gehört auch die Premium in Berlin. Chevignon hing früher neben Diesel und G-Star. Bei Galeries Lafayette Homme in Paris hat die Marke ihren Platz in der Contemporary-Etage neben Sandro, The Kooples und Eleven Paris.
 
Die Kollektion ist zurzeit ausschließlich maskulin. Feminine Styles sind für Winter 2017 geplant. Sie zählt 180 Modelle und 350 Farbreferenzen pro Saison. Man habe die Möglichkeit, auch kleinere Serien zu fertigen und auf die Wünsche einzelner Länder einzugehen, sagt Venel. Die Bestseller – Lederjacken und Daunenjacken mit Lederausputz – kosten im Verkauf zwischen 345 Euro und 800 Euro. Hemden gibt es zwischen 75 und 110 Euro, Jeans zwischen 90 und 110 Euro.

08.01.2016Redakteur: Bea Gottschlich

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