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China wird den Textilhändlern zu teuer


Weil die Produktionskosten in China weiter steigen, verlagern deutsche Einzelhändler ihre Importe immer stärker auf andere Lieferländer. Das zeigt eine Mitgliederumfrage der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE), an der sich nach eigenen Angaben zum allergrößten Teil Textil- und Schuhhändler beteiligten.

Demnach haben 80% der Befragten bereits 2015 ihr Importvolumen aus China reduziert. 90% der Unternehmen gaben an, 2016 verstärkt Ware aus anderen Lieferregionen beziehen zu wollen. Dabei sehen die Händler eine Verlagerung auf Länder wie Myanmar (78%), Bangladesch (67%) und Vietnam (56%). Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Kosten. „Die Ergebnisse der Befragung zeigen eindeutig, dass der Rückgang des Wirtschaftswachstums in China nicht nur die deutsche Exportwirtschaft betrifft, sondern auch für die Importwirtschaft ein Thema ist“, erklärt AVE-Geschäftsführer Stefan Wengler. „Auch um den Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland zu begrenzen, werden sich die Warenströme stärker auf andere Länder verlagern.“ Dennoch erwarten 80% der Händler in diesem Jahr einen Preisanstieg in Deutschland.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Exporte aus China erstmals seit 2009 um 2,6% zurückgegangen. Nachdem das Land bei den Exporten über Jahre hinweg teils zweistellige Wachstumsraten erzielt hatte, sind die Zahlen laut AVE seit sechs Monaten beständig negativ. Genaue Importzahlen aufgeschlüsselt nach Branchen und Warengruppen gibt es erst in der jährlichen AVE-Importstatistik im Juni.

Zu den Mitgliedern der Spitzenorganisation der importierenden Einzelhändler in Deutschland gehören führende Marken-, Versand- und Einzelhandelsunternehmen, darunter Metro, Puma, Otto, Tchibo, Karstadt, Lidl oder C&A. AVE-Mitglieder stehen für einen Gesamtumsatz von rund 230 Mrd. Euro im Jahr.
22.01.2016Redakteur: Kirsten Reinhold

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