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Clessidra: Großumbau bei Cavalli


Clessidra hat mit Roberto Cavalli viel Arbeit vor sich. Die Beteiligungsgesellschaft, die seit 2015 Mehrheitsaktionär des italienischen Modehauses ist, muss den Umsatzrückgang stoppen und das Unternehmen zurück in die Gewinnzone führen. Im Geschäftsjahr 2015 brach der Umsatz um 14% auf 179,7 Mill. Euro ein. Es fiel ein operativer Verlust von 1,6 Mill. Euro an.

Der Private Equity-Investor hat mit Roberto Cavalli einen Großumbau vor sich. Vorstandschef Renato Semerari, der zuvor bei Guerlain und Coty arbeitete, kommt die Aufgabe zu, in den kommenden zwei, drei Jahren die Führungsmannschaft zu stärken, die Marke neu zu positionieren und den Großhandel, vor allem in den USA, auszubauen. Ab 2018 soll Semerari dann die internationale Expansion vorantreiben. Priorität dabei hat Asien.

Die Aufgabe ist alles andere als leicht. Die Marke Roberto Cavalli genießt mit ihren Linien „Roberto Cavalli“, „Just Cavalli“, „Class Roberto Cavalli“ und „Roberto Cavalli Junior“ zwar weltweit große Bekanntheit, hat aber in der jüngsten Vergangenheit an Glanz eingebüßt. Das liegt nicht zuletzt an den Partnern. Die Beziehung mit Dressing, dem Hauptlizenznehmer für „Cavalli Class“, wurde gekappt und an Swinger übertragen. Dieser Wechsel schlug mit 8 Mill. Euro zu Buche.

„2015 war ein Jahr des Übergangs“, sagte Cavalli-Vorstandschef Semerari am Mittwoch anlässlich der Präsentation des Jahresergebnisses. „Der neue Aktionär und das neue Management sind Mitte des Geschäftsjahres angetreten und haben eine Restrukturierung eingeleitet, die sich natürlich in den Zahlen widerspiegelt.“ Immerhin ist die Kasse zum Neustart gut gefüllt. Roberto Cavalli verkaufte eine Immobilie auf dem Pariser Prachtboulevard Saint Honoré. Die Nettoliquidität erhöhte sich so von einem Minus von 41 Mil. Euro auf ein Plus von 74,5 Mill. Euro.
30.03.2016Redakteur: Tobias Bayer

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