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Click & Collect: Ikea setzt auf Pick-up-Points


Der schwedische Möbel-Filialist Ikea baut sein Multichannel-Geschäft aus. Wie das Unternehmen mit Deutschland-Sitz im hessischen Hofheim-Wallau mitteilt, sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren zahlreiche sogenannte Pick-up-Points entstehen – unter anderem im Rhein-Main-Gebiet und in Süddeutschland.

Zwei dieser Abholstationen gibt es bereits – einen Pilot-Standort in Leipzig und einen neuen Pick-up-Point in Ravensburg. In Ravensburg können Kunden ihre online über Ikea.de bestellte Ware per Click & Collect abholen und gleichzeitig auch Artikel aus dem gesamten Ikea-Sortiment vor Ort online oder bei einem Mitarbeiter bestellen. Jede der vorhandenen und künftigen Stationen werde einem Einrichtungshaus zugeordnet, teilt Ikea mit.

So müssen die Kunden nach Angaben der Schweden nicht mehr die Strecke bis zum Einrichtungshaus auf sich nehmen, sondern – wenn dieser näher liegt – lediglich bis zum nächsten Pick-up-Point. „Damit machen wir die Wege für unsere Kunden kürzer, kommen ihnen also ein Stück näher“, sagt Klaus Cholewa, Customer Experience Manager Ikea Deutschland. Ziel sei es, dass möglichst viele Kunden in Deutschland innerhalb einer Fahrzeit von 20 bis 40 Minuten bei Ikea einkaufen oder ihre online bestellte Ware abholen könnten. Nach wie vor gebe es aber auch die Möglichkeit, sich die im Online-Shop georderte Ware per Click & Collect in eines der Einrichtungshäuser liefern zu lassen.

Ikea war im Frühjahr 2015 mit dem Pilotprojekt in Leipzig gestartet. Es sei sehr gut angenommen worden, so eine Unternehmenssprecherin. In der vergangenen Woche wurde ein weiterer Pick-up-Point in Ravensburg eröffnet, der dem Einrichtungshaus Ulm zugeordnet ist. Die Bestellungen werden in Ulm kommissioniert und von dort an die Abholstation geliefert. Der Pick-up-Point in Ravensburg ist keine reine Abholstation. Dort gibt es auf rund 500m² auch einen kleinen Ausstellungsbereich mit einzelnen Produktserien sowie einen Lounge-Bereich. Ein Verkauf ist allerdings nicht vorgesehen. „Wir möchten unseren Kunden hier eine erste Inspiration geben“, erklärt Cholewa.
19.01.2016Redakteur: Anke Prokasky
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