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Costume National ohne die Capasa-Brüder


Ennio und Carlo Capasa (Foto: Settimio Benedusi)
Ennio und Carlo Capasa (Foto: Settimio Benedusi)
Paukenschlag in der italienischen Modewelt: Ennio und Carlo Capasa verlassen Costume National. Das Brüderpaar hatte das Unternehmen 1986 gegründet und dann an die japanische Investmentbank Sequedge verkauft. Ennio war zum Schluss Kreativdirektor, Carlo Vorstandschef. „Heute ist ein bittersüßer Moment für uns. Wir beenden einen außerordentlich kreativen Zyklus“, teilten die Capasa-Gründer am Dienstag mit. „Wir hoffen, dass die Zukunft noch größeren Erfolg für das Label und Sequedge bereithält. Wir werden unsere Leidenschaft nun neuen Aufgaben widmen.“

Sequedge mit Sitz in Hongkong und Niederlassungen in Japan sowie China ist seit 2009 an Costume National beteiligt und hat nun die Kontrolle über das Modehaus übernommen. „Die Komplettübernahme entspricht den Vereinbarungen in der Vergangenheit“, heißt es in der Meldung. Sequedge stelle die Brüder mit sofortiger Wirkung frei und räume ihnen die Möglichkeit ein, neue Partnerschaften im internationalen Maßstab einzugehen.

Der Abschied der Capasa-Brüder kommt einer Zäsur gleich. Ennio Capasa machte sich einen Namen bei dem japanischen Designer Yohji Yamamoto. Zurück in Italien, gründete er mit seinem Bruder Carlo Costume National. Das Modehaus rühmt sich, die Silhouette von Frauen und Männern in den 90er-Jahren verändert zu haben. Die Capasas stehen für minimalistische Entwürfe mit Einflüssen aus dem Rock-n-Roll, nach eigener Aussage für einen „coolen, schicken, zeitlosen Stil“, den die internationale Presse über 30 Jahre zu schätzen gelernt habe, heißt es in der Mitteilung.

Carlo Capasa ist aktuell Präsident der Camera Nazionale della Moda Italiana. Ennio Capasa veröffentlichte 2014 das Buch „Japan: A new world“ mit Anekdoten aus seinem privaten und beruflichen Leben im Japan der 80er-Jahre.
15.03.2016Redakteur: Tobias Bayer

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