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Das Theater mit der Tüte


Jetzt hat sich auch H&M gegen die kostenlose Plastiktüte entschieden und der freiwilligen Selbstverpflichtung des Handels angeschlossen. „Wir haben den Entwurf des Handelsverbandes HDE unterschrieben und bereiten die Einführung eines Abschlags für Plastiktüten für unsere deutschen Geschäfte vor“, heißt es aus der Deutschland-Zentrale in Hamburg. Andere große Händler wie Tchibo, Kik, C&A und Karstadt haben sich längst zur Initiative des HDE bekannt, nach der ab dem 1. April Kunststofftüten nur noch kostenpflichtig angeboten werden sollen.

Doch eingetütet ist das Thema noch immer nicht: In den vergangenen Tagen sorgten Medienberichte für Unruhe in der Tüten-Debatte. Unter der Überschrift „Plastiktüten-Zoff mit der Umweltministerin“ berichtete beispielsweise die Bild-Zeitung, dass Ministerin Barbara Hendricks von der Selbstverpflichtung nicht überzeugt sei. Ihr Sprecher erklärte anschließend, dass „Zoff“ zwar zu dick aufgetragen sei. Das Ministerium sei aber über die Ankündigung des HDE irritiert, wonach es schon eine gemeinsame Vereinbarung gebe, die Kunststofftüten künftig nicht mehr unentgeltlich an Kunden abzugeben.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser hat Ministerin Hendricks inzwischen um ein Telefonat zur Klärung gebeten. In seinem Schreiben heißt es, renommierte Handelsunternehmen hätten bereits angekündigt, sich einer entsprechenden Initiative des HDE und des Umweltministeriums anzuschließen. Die aktuelle Berichterstattung habe jedoch zu großer Verunsicherung geführt.

17.02.2016Redakteur: Kirsten Reinhold

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