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Defizite bei Karriere-Websites


Viele Wege führen zum Job: Wer sich auf die Suche nach einer neuen Stelle begibt, kann – wie beim Einkaufen – auf mehreren Kanälen fündig werden. Zum Beispiel in den Print- und Online-Stellenmärkten von Zeitungen und Zeitschriften. In Internet-Job-Börsen. Und direkt bei Arbeitgebern, die mit eigenen Karriere-Websites potenzielle Bewerber ansprechen und dort mitunter auch die Möglichkeit zur Online-Bewerbung anbieten.

Doch nach wie vor gibt es auf den Seiten Verbesserungsbedarf. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungs-Team der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, das in der Studie „Human Resources im Internet 2015“ die HR-Websites von rund 180 deutschen Arbeitgebern untersucht hat. In der Studie, zum neunten Mal und in aktualisierter Form durchgeführt, wurden unter anderen Umfang und Qualität des Zugangs zu den Websites, deren Informationsangebot sowie Design, Navigation und Nutzerfreundlichkeit bewertet. Ein weiteres Kriterium war die Möglichkeit zur Interaktion bzw. zum Austausch zwischen Arbeitgeber und Interessent. Daraus wurde jeweils ein Prozentwert ermittelt, der ein Ranking ermöglichte.

Aufgrund des veränderten Mediennutzungsverhaltens lag der Fokus in der aktuellen Studie auf dem Thema „Mobile Recruiting“. Der Erhebung zufolge bieten rund 60% der Arbeitgeber eine mobile Version der Karriere-Website an, doch landen Bewerber darüber oft in einer „mobilen Sackgasse“, und der Bewerbungsprozess bricht ab. Nur etwa jeder sechste Arbeitgeber (17%) bietet derzeit auch mobile Bewerbungsmöglichkeiten an. Das sind allerdings neun Prozentpunkte mehr als bei der Vorgängerstudie.

Die Konzerne Fresenius und Roche sowie die Beratungsgesellschaft Accenture verfügen laut Studie über die besten Karriere-Websites. Insgesamt betrachtet schneiden aber auch Bekleidungsanbieter mit ihren Internet-Auftritten recht gut ab. Bestplatziertes Unternehmen der Branche ist die Otto Group auf Platz fünf, die besonders durch Design und gute Navigation punktet. Mit deutlichem Abstand dahinter folgen Tchibo (50. Platz), P&C Düsseldorf (51.) sowie Hugo Boss (56.). Der Sportartikelhersteller Adidas erreichte nur Platz 84.

Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen TextilWirtschaft an diesem Mittwoch ab 18 Uhr auf dem iPad oder ab Donnerstag in der Printausgabe.
06.01.2016Redakteur: Bettina Maurer
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