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Desigual: Minus bei Umsatz und Ertrag


Das spanische Modelabel Desigual leidet weiter unter einer Schwäche in den Kernmärkten Spanien und Frankreich. Dies und die Schließungen vor allem in der zweiten Jahreshälfte haben zu einem Umsatzrückgang von 3,1% (währungsbereinigt -4,2%) auf 933,2 Mill. Euro beigetragen, wie die Investmentgesellschaft Eurazeo bekanntgab, die zu 10% an Desigual beteiligt ist. Die Gruppe hält außerdem rund 15,5% der Aktien von Moncler.

Die außereuropäischen Märkte, die 10% zum Umsatz beitragen, seien jedoch gewachsen und bieten weiteres Wachstumspotenzial, erklärt Eurazeo. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 24%, was auf den Umsatzrückgang und Kosten durch Eröffnungen eigener Läden zurückgeführt wird.

Das Unternehmen befindet sich in einer Umstrukturierung, die auch das Ladennetz betrifft. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 27 Läden geschlossen und 48 eröffnet, davon sieben von Franchise- in eigene Läden umgewandelt. Dieser Plan soll auch im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden und die Bereiche Distribution, Produkt und geografische Verteilung einschließen. Ziel ist es, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern.

Das Angebot sei nach ausführlicher Recherche stärker auf die Wünsche der Kunden ausgerichtet worden, heißt es. Die ersten Erfolge seien bereits bei der Kollektion Frühjahr/Sommer 2017 sichtbar. Nach Segmenten verzeichnet Desigual eine „sehr gute Entwicklung“ bei Kindermode mit einem Plus von 11,8%, Accessoires legten um 3,1% zu während Desigual bei der DOB einen Rückgang von 5,9% hinnehmen musste.
16.03.2016Redakteur: Elke Sieper
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