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Die Hälfte der Deutschen bestellt im Ausland


Mehr als die Hälfte aller deutschen Online-Käufer (56%) haben bereits einmal etwas bei einem ausländischen Onlineshop gekauft. Bei den 18- bis 39-Jährigen sind es sogar zwei Drittel, hat die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in einer Umfrage ermittelt. Die Autoren der Studie weisen auf die zunehmende Bedeutung des grenzüberschreitenden Handels hin: „Deutsche Online-Händler müssen auf der Hut sein, ihre Kundschaft nicht an die Konkurrenz aus dem Ausland zu verlieren“, sagt Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Retail & Consumer. Ein breites Produkt- und Markenabgebot sei Bovensiepen zufolge fast noch wichtiger als ein wettbewerbsfähiger Preis.

53% der Befragten gaben an, in erster Linie Bekleidung und Schuhe in ausländischen Online-Shops zu kaufen, am liebsten aus Großbritannien (52%) oder den USA (39%). Die zentralen Gründe für den grenzüberschreitenden Einkauf seien bessere Preise (63%) und die Verfügbarkeit von Waren, die in deutschen Online-Shops nicht erhältlich sind (53%). Entscheidungshilfen für eine Bestellung im Ausland sind kostenlose Retouren, sichere Zahlungsabwicklungen und eindeutige Hinweise zu Zollgebühren.

Diejenigen, die bislang noch nie in einem ausländischen Online-Shop bestellt haben, stehen dem Thema durchaus kritisch gegenüber: Laut der Studie gibt es Bedenken vor allem in Hinblick auf Garantie, Gewährleistung und Widerruf (50%), zu hohe Versandgebühren (46%) und Unklarheiten bei den Zollgebühren (46%). Für die Erhebung wurden 1200 deutsche Internetnutzer über 18 Jahren befragt.
Grafik: PwC
Grafik: PwC



07.03.2016Redakteur: Anna Friedrich
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