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Die Umsätze in der 52. Woche: Minus 17%


Die Bescherung für den deutschen Modehandel war leider nur von kurzer Dauer. Nach der vorweihnachtlichen Rekordwoche mit einem Plus von 15% meldet der TW-Testclub, das teilnehmerstärkste Panel im deutschen Textileinzelhandel, für die 52. Woche wieder ein Minus. Es fällt mit minus 17% im Schnitt leider auch nicht gerade klein aus. "Wieso hatten wir diese Woche geöffnet?", fragt deshalb ein Händler aus Bayern leicht verzweifelt. Acht von zehn Modehändlern verzeichneten ein Umsatzminus. Fast jeder zweite von 20% und mehr. Ursache für diesen starken Einbruch war aber neben der verhältnismäßig hohen Vorlage von plus 19% aus dem Vorjahr auch ein im Vergleich zu 2011 fehlender Verkaufstag. Allerdings hatten in der 52. Woche des vergangenen Jahres die Geschäfte samstags normal geöffnet, während im Vorjahr aufgrund von Silvester die meisten nur bis 14 Uhr geöffnet hatten. So kann nicht nur der Kalendereffekt für das schlechte Wochenergebnis verantwortlich sein.



Ebenfalls rückläufig entwickelte sich wieder die Frequenz. Laut Footfall-Index waren in der 52. Woche 21,8% weniger Besucher im deutschen Einzelhandel unterwegs. Für den aufgelaufenen Monatsumsatz bedeutet der Umsatzeinbruch eine weitere Verschlechterung. Per 29.12. liegen die Umsätze bei minus 9%. Allerdings fehlen dem Dezember im Vergleich zum Vorjahr zwei Verkaufstage, die auch nicht mehr aufgeholt werden. Angesichts der aktuellen Umsatzsituation ist die Stimmung bei den Händlern nicht allzu optimistisch. Immerhin rechnen aber 49% der Befragten damit, dass die Umsätze im Januar steigen werden.



02.01.2013Redakteur: Aziza Freutel

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