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E-Fashion: Chancen und Risiken im Netz


Einen rentablen Online-Shop aufzubauen „ist bretthart“, warnt Folkert Schultz, Leiter der Unternehmensstrategie bei Galeria Kaufhof auf der TW-Konferenz E-Fashion. Sie fand am Donnerstag unter dem Motto „Die Mode ist online. Sie auch?“ im Frankfurter Steigenberger Airport Hotel statt. Rund 260 Teilnehmer nutzen die jährlich stattfindende Veranstaltung, um Chancen und Risiken des Modehandels im Netz zu diskutieren. Sich eine gesunde Portion Realitätssinn zu bewahren, ist dabei sehr wichtig, das wurde beim Kongress schnell deutlich. „Viele Unternehmen erwarten zu schnell zu viel“, sagt etwa Alexander Neuhausen vom E-Commerce-Dienstleister Intershop Communications in Jena. Nach Meinung von Oliver Klante von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg ist Multichannel ein altersunabhängiger Trend. „Gerade die 30- bis 50-Jährigen entdecken das Netz für sich“, sagt er.  Trotzdem erwirtschafte der stationäre Handel nach wie vor den Löwenanteil des Umsatzes in der Textilbranche. 

Einen neuen Zugang zu Textilien herzustellen und die Möglichkeit, den User in den Kaufprozess einzuspannen, sei ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg auf der Social-Media-Plattform Facebook. So formuliert Christian Martin von Baur in Burgkunstadt den Vorteil von Online-Netzwerken. Baur war vor sechs Monaten mit einem Facebook-Shop auf der Baur-Fanseite gestartet, rund 20% des Online-Sortiments werden hier angeboten. Mit mäßigem Erfolg: Lediglich 5% der rund 50.000 Facebook-Fans von Baur haben das Angebot bis dato genutzt. Die Zahl der Bestellungen bewege sich im dreistelligen Bereich. Bei Anfangsinvestitionen rund 40.000 Euro. Martin empfiehlt, die Interaktion im Social Network zu verstärken. Er stellt den sozialen Austausch über die reine Produktpräsentation.

24.02.2012Redakteur: Nadine Lohner

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