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Fashion-Ranking: Zalando mit Abstand vorn

Online-Händler belegt ersten Platz im Fashion-Ranking des EHI


Zalando ist der größte Online-Modehändler in Deutschland. Das ergab eine Sonderauswertung der EHI-Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2015“ für die TextilWirtschaft. Demnach hat das Berliner Unternehmen unter den E-Commerce-Anbietern mit Produktschwerpunkt Mode, Textilien und Schuhe im vergangenen Jahr hierzulande doppelt so viel Umsatz erwirtschaftet wie der Zweitplatzierte Bonprix. Rechnet man die Erlöse des Online-Shopping-Clubs Zalando Lounge hinzu, fällt der Abstand noch größer aus.

Zalando spielt auch im Konzert der ganz großen E-Commerce-Konzerne mit. Im Gesamtranking der Top 1000 Online-Shops liegt Zalando auf dem dritten Platz, hinter den Generalisten Amazon und Otto, die rund 6,58 Mrd. bzw. 1,99 Mrd. Euro im E-Commerce erwirtschafteten. Die beiden Big Player tauchen in der Mode-Rangliste nicht auf, weil sie mehr als fünf Kategorien anbieten. Das gleiche gilt für die traditionell modelastigen Anbieter Tchibo, Baur, QVC, Klingel, HSE, Schwab und Bader. Sie schafften es aber allesamt in die Top 20 der Generalisten. Vorneweg Tchibo auf Platz drei. Baur belegt den fünften und QVC den neunten Rang.

Innerhalb der Top 20 des Fashion-Rankings machte Peter Hahn den größten Sprung nach vorne. Der Damenmode-Versender, der im Juli zusammen mit der Schwestergesellschaft Madeleine an den Finanzinvestor Equistone Partners Europa verkauft wurde, verbesserte sich 2014 um neun Ränge auf Platz 16. Die großen Modefilialisten Zara und Tom Tailor schafften es nicht unter die umsatzstärksten 20 E-Fashion-Händler. Zara.de erreichte mit einem geschätzten Jahresumsatz von 40,2 Mill. Euro Platz 23. Tom-Tailor.de belegt mit schätzungsweise 31,3 Mill. Euro den 31. Rang.

Insgesamt führt das Kölner EHI Retail Institute innerhalb des Top 1000-Rankings 237 Online-Shops mit dem Hauptproduktsegment Bekleidung, Textilien und Schuhe auf. Dieses ist somit nach den Generalisten das zweitstärkste Segment, mit einem Umsatz von rund 5,85 Mrd. Euro. Das entspricht 17,9% der Erlöse, die die Top 1000 zusammen erwirtschaftet haben. Davon bietet fast die Hälfte (45,5%) Mode an. „Hieran kann man sehen, wie stark die Produkte auch in anderen Segmenten vertreten sind, insbesondere bei den Generalisten“, sagt Lars Hofacker, der beim EHI den Forschungsbereich E-Commerce leitet.
28.10.2015Redakteur: Bert Rösch

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