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Ferragamo kämpft gegen Markenpiraten


Foto: Salvatore Ferragamo
Foto: Salvatore Ferragamo
Salvatore Ferragamo macht Fortschritte im Kampf gegen Markenpiraterie. Dem italienischen Lederwaren-Unternehmen gelang es im vergangenen Jahr, 91.000 Online-Werbungen für gefälschte Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. 140 Domains und illegale Webseiten, vor allem in China, seien blockiert worden. Dank der Anstrengungen des Unternehmens habe der chinesische Zoll 12.5000 Produktfälschungen beschlagnahmt, teilte Salvatore Ferragamo am Dienstag mit.

„In den vergangenen Jahren haben wir den Schutz unserer Marke und unserer Kunden intensiviert. Wir haben die Zahl der E-Commerce-Webseiten, die wir beobachten, erhöht“, sagte Ferruccio Ferragamo, Aufsichtsratschef von Salvatore Ferragamo. „In China haben wir die Offline-Kontrollen verschärft. Wir haben besonders Messen und Reseller im Blick.“
Durch das Internet ist Markenpiraterie zu einem ernsthaften Problem für die Luxusgüterindustrie geworden. Mit geringem Aufwand richten Betrüger Online-Shops ein, auf denen sie gefälschte Ware anbieten. Häufig sind die Webseiten im Ausland registriert, was ein schnelles Vorgehen erschwert.

Firmen wie Salvatore Ferragamo wehren sich mit modernster Technik. Künftig werde in die Damenschuhe ein RFID-Chip eingebaut, mit dem Schuhe verfolgt werden können. Der Mikrochip könne nicht gefälscht werden. In Zukunft würden auch kleine Lederwarenartikel, Damenhandtaschen und Herrenschuhe damit ausgestattet, kündigte Ferragamo an.

09.03.2016Redakteur: Tobias Bayer
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