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Ferragamo trotzt Asienschwäche


Salvatore Ferragamo hat dem Abschwung im wichtigsten Markt Asien getrotzt. Der italienische Schuh- und Lederwarenhersteller steigerte im Geschäftsjahr 2015 den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen um 11% auf 324 Mill. Euro. Die Profitmarge kletterte von 22 auf 22,7%. Der Umsatz legte derweil um 7% auf 1,43 Mrd. Euro zu.

Die Ergebnisse sind durchaus beachtlich. Das Unternehmen aus Florenz erzielt 36% seines Umsatzes in Asien, 27% in Europa und 23% in Nordamerika. Gerade in Asien hat sich das Konsumklima deutlich eingetrübt – was vielen Luxusanbietern sehr zusetzt. Einschränkend muss man hinzufügen: Wechselkurs-Effekte federten die rückläufige Verkaufsdynamik ab. Klammert man Währungsbewegungen aus, wäre der Jahresumsatz nur um 1,4% gestiegen.

Die positive Jahresbilanz lässt Salvatore Ferragamo optimistisch in die Zukunft schauen: „Das aktuelle makroökonomische und geopolitische Umfeld hält durchaus kritische Elemente für die Luxusindustrie bereit. Nichtsdestotrotz, die Stärke und die Positionierung der Marke Salvatore Ferragamo, die globale Präsenz und der positive Margentrend stärken unsere Erwartungen auf ein weiteres positives Jahr“, teilte das Unternehmen mit.

Um das Management am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen, legt Salvatore Ferragamo für die Periode 2016 bis 2020 ein Aktienprogramm auf. Erreicht die Führungsmannschaft bestimmte Erfolgsziele, werden kostenlos Aktien zugeteilt. Auf einer Hauptversammlung am 21. April wird über die neuen Anreize für das Top-Management abgestimmt. Außerdem kündigte Salvatore Ferragamo an, die Dividende um 10% auf 0,46 Euro je Anteilsschein zu erhöhen.
18.03.2016Redakteur: Tobias Bayer
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