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Frankfurt: Hessen-Center soll größer werden


Das Hessen-Center in Frankfurt soll erweitert werden. Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, soll dazu für das Gebiet rund um das Hessen-Center im Stadtteil Bergen-Enkheim ein Bebauungsplan erstellt werden. Voraussetzung dafür wiederum sei aber zunächst ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung.

Geplant ist nach Angaben der Stadt eine Vergrößerung der Verkaufsfläche um 14.000m² auf rund 53.000m². Wie der Betreiber des Einkaufszentrums ECE erklärt, soll das Center nicht nur vergrößert, sondern auch modernisiert und umstrukturiert werden. Sowohl die ECE, als auch die Investoren - Deutsche Asset & Wealth Management, ECE/Familie Otto, DZ Bank und BAT - sähen, angesichts der wachsenden Konkurrenz, „die Notwendigkeit, den Standort städtebaulich aufzuwerten“. Auch die sanierungsbedürftigen Parkplatzflächen des Centers, das bereits vor rund 45 Jahren eröffnet wurde, sollen abgerissen und neu gebaut werden.

Details zu konkreten Planungen gibt die ECE noch nicht bekannt. „Wir stehen am Beginn der Baurechtsschaffung. Jetzt werden wir die nächsten Verfahrensschritte mit der Stadt abstimmen“, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Derzeit plane die ECE mit einer Fertigstellung der Arbeiten bis Herbst 2020. Die Stadt unterstütze den Plan und begleite den Prozess „engagiert“, so der Sprecher.

Wie die Stadt Frankfurt mitteilt, strebt sie ebenfalls an, den Einzelhandelsstandort Hessen-Center „langfristig zu sichern“. Das Einkaufszentrum solle „in verträglichem Umfang“ erweitert werden. Der bestehende Bebauungsplan stelle dafür keine rechtliche Grundlage dar.

Das Hessen-Center ist 1971 eröffnet worden und bietet auf drei Ebenen 38.000m² Verkaufsfläche bzw. 115 Geschäfte. Rund ein Drittel der Mieter stammt aus der Textilbranche, 5% entfallen auf Schuhe und Lederwaren, 3% auf den Sportbereich. Nach Angaben der ECE liegt die Besucherfrequenz bei rund 16.200 pro Tag. Wettbewerber des Hessen-Centers ist unter anderem das Forum Hanau, das sich nur wenige Kilometer entfernt befindet und im vergangenen Jahr gestartet ist.
08.03.2016Redakteur: Anke Prokasky
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