logo

Frankreich: E-Commerce wächst um 14%


Französische Verbraucher haben 2015 knapp 65 Mrd. Euro für Online-Shopping ausgegeben. Das waren gut 14% mehr als im Jahr 2014, das mit einem Plus von 11% langsamer gewachsen war. Die Zahl der Kauftransaktionen stieg um 19% auf 835 Millionen.

Wie die Zahlen des französischen Distanzhandelsverbands Fevad zeigen, wurde das Online-Geschäft im vergangenen Jahr nur wenig von der Kaufunlust der Verbraucher nach den Attentaten in Paris beeinflusst: Am Wochenende nach dem 13. November registrierten die Online-Anbieter zwar einen Rückgang der Frequenz um 20%, zehn Tage später hatte sie sich jedoch wieder eingependelt. Auch von einem „massiven Transfer“ vom physischen in den Online-Handel könne keine Rede sein, erklärte Marc Lolivier, Generalsekretär von Fevad, am Donnerstag in Paris. Demnach stieg das Weihnachtsgeschäft in den Online-Shops um 12% auf 12,8 Mrd. Euro, das Plus lag um einen Punkt unter dem Vorjahr.

Die Umsätze mit Tablets und Smartphones stiegen um 39% auf geschätzte 6 Mrd. Euro. So machte M-Commerce fast ein Zehntel vom gesamten E-Commerce aus.

Für das Jahr 2016 erwartet der Verband eine Steigerung des Online-Geschäfts um 10% auf mehr als 70 Mrd. Euro. Einer Umfrage unter Verbrauchern zu ihren Online-Kaufvorhaben zufolge stehen modische Artikel mit 57% weiter an der Spitze. Bei den 25-34-Jährigen liegt dieser Anteil bei 67%.
28.01.2016Redakteur: Bea Gottschlich
 Drucken