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Galeria Kaufhof streicht jeden dritten Einkaufsjob


Galeria Kaufhof reduziert seine Einkaufsabteilung deutlich: Bis zu 150 der 450 Stellen in der Beschaffung sollen wegfallen. Die Zahl der Einkaufsleitungen reduziert sich von fünf auf vier, teilte die Unternehmensleitung den Mitarbeitern am Dienstag in Köln mit. „Heute ist der Einkauf zu stark mit administrativen Aufgaben beschäftigt“, erklärte Einkaufschef Edo Beukema in einer internen Mitteilung. „Wir wollen Innovationen treiben, die Geschwindigkeit erhöhen und insgesamt als Organisation agiler werden.“

Der Einkäufer solle sich künftig ausschließlich mit dem Einkaufen und Innovationen beschäftigen. In einer internen Untersuchung seien zahlreiche Doppelstrukturen entdeckt worden. Sie sollen ab dem 1. Juni abgebaut werden, was die Stellenreduzierung ermögliche. Im Vergleich mit anderen Warenhauskonzernen sei die Einkaufsabteilung bei Galeria Kaufhof zu groß, heißt es in Köln.

Betriebsbedingte Kündigungen sind nach Unternehmensangaben nicht vorgesehen, die Jobgarantie gelte weiterhin. Die betroffenen Mitarbeiter sollen auf andere Stellen in der Hauptverwaltung verteilt werden, rund 110 Positionen seien derzeit nicht besetzt. Auch Vorruhestandsregelungen seien möglich.

Die Überlegungen für die Reduzierung des Einkaufs wurden Informationen zufolge bereits vor der Übernahme durch die kanadische Hudson’s Bay Company (HBC) im vergangenen Herbst begonnen.
15.03.2016Redakteur: Hagen Seidel
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