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Gelco stellt Geschäftsbetrieb ein


Das Unternehmen Gelco stellt zum 31. Juli 2016 seinen Geschäftsbetrieb ein. Das hat Dirk Dreier, geschäftsführender Gesellschafter des Gelsenkirchener DOB-Anbieters, am Freitag in einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Der Duisburger DOB-Filialist Biba, der wie Gelco zur Dreier Holding gehört, werde hingegen weitergeführt. Alle bei Gelco getätigten Aufträge für die Saison Frühjahr/Sommer 2016 würden noch ausgeliefert.

Erst vor wenigen Wochen hatte Gelco bekanntgegeben, dass die Belegschaft von 380 auf 350 Mitarbeiter verkleinert worden sei. Zudem war der TextilWirtschaft ein offener Brief zugespielt worden, in dem sich Mitarbeiter kritisch über die Unternehmensführung äußerten und eine „Riesenpleite“ befürchteten. Dreier hatte in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, die Eigenkapitalquote des Unternehmens liege weiterhin bei 80%. Den Umsatz der Gelco Holding mit den Marken Gelco und Biba hat die TextilWirtschaft für die jüngst erschienene Rangliste der größten deutschen Bekleidungsanbieter auf 211 Mill. Euro geschätzt.

Nachdem das Unternehmen jahrzehntelang erfolgreich Private Labels produziert hatte, entschloss sich die Gelco-Führung Anfang des neuen Jahrtausends, künftig stärker auf das eigene Label und selbst betriebene Verkaufsflächen zu setzen. Eine „fortschreitende Marktkonzentration auf große, globale Anbieter mit deutlichen Kostenvorteilen, die erhebliche Ausweitung von Verkaufsfläche und eine abnehmende Konsumpräferenz der Verbraucher für Bekleidung“ hätten jedoch zu deutlich sinkenden Margen im Bekleidungsmarkt geführt, so die Unternehmensleitung. Zudem verliere der traditionelle Handel zunehmend Umsatzvolumen an große Internet-Plattformen. Die Finanz- und Wirtschaftskrisen in Südeuropa und zuletzt besonders in Osteuropa, sowie die gestiegenen Beschaffungskosten hätten sich zusätzlich negativ auf die Geschäftsentwicklung ausgewirkt. Die hohen Investitionen bei Gelco seit dem Strategiewechsel hätten sich vor diesem Hintergrund nicht ausgezahlt. Die Gelco-Gesellschafter hätten aus diesen Gründen nach einem strategischen Investor gesucht, jedoch keinen gefunden.

16.10.2015Redakteur: Martin Ott

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