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Geox will Geschäft im Osten ausbauen


Die Neunmonatszahlen ließen es schon erahnen: Im vergangenen Geschäftsjahr sind die Umsätze von Geox eingebrochen – und mit ihnen der Gewinn. Nachdem es dem italienischen Schuhspezialisten noch im Vorjahr gelungen war, ein Umsatzplus von 4,4% auf 887,3 Mill. Euro zu erwirtschaften, sanken die Erlöse 2012 um 9% auf 807,6 Mill. Euro, wie das Unternehmen aus Biadene di Montebelluna am Donnerstag mitteilte. Der operative Gewinn (Ebit) brach von 82,9 Mill. Euro auf 47 Mill. Euro ein, der Nettogewinn von 50 auf 10 Mill. Euro.

Mit Bekleidung setzte Geox 118,6 Mill. Euro und damit 10,5% weniger um als im Vorjahr. Die Erlöse mit dem Kerngeschäft Schuhe gingen um 8,7% auf 689 Mill. Euro zurück. Wichtigster Markt blieb Europa mit einem Gesamtumsatz 627,8 Mill. Euro. Im Heimatmarkt Italien stürzten die Umsätze allerdings um auf 285,9 Mill. Euro ab – ein Minus von 15,3%.

Vor allem im Wholesale schwächelte die Marke, dort wurden nur noch 390,3 Mill. Euro (-19,8%) erwirtschaftet. In den direkt geführten Geox-Geschäften kletterten die Erlöse dagegen um 10%. In den Franchising-Filialen sanken sie leicht um 2,4%.

Geox-Gründer und Präsident Mario Moretti Polegato sagte, dass er mit diesen im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechteren Geschäftszahlen gerechnet hatte: „Die wirtschaftlich schwierige Lage in einigen der wichtigsten Märkte für die Gruppe wie Italien, Spanien und Griechenland spiegelt sich darin wider.“ Mut mache dagegen die begonnene Expansion in Russland, Osteuropa, China und Hongkong.

Auf diese neuen Märkte will Geox auch in Zukunft setzen: Allein in China ist innerhalb der nächsten fünf Jahre die Eröffnung 100 in Eigenregie betriebener Stores geplant, hinzu kommen 400 POS in Zusammenarbeit mit Partnern.

In Deutschland ist Geox aktuell an 2000 POS sowie mit 52 Geox-Shops vertreten. Einige der Läden sollen in diesem Jahr umgebaut werden, teilte Geox auf Anfrage mit. Außerdem sei die Eröffnung einiger Geschäfte in Großstädten geplant. Wieviel die Italiener hierzulande umsetzen, ist nicht bekannt.
07.03.2013Redakteur: Janine Damm

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