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German Fashion: Exporte im Minus


Die Bekleidungsbranche hat in den ersten fünf Monaten des Jahres ein Minus von rund 5% im Export verzeichnet. Anlässlich einer Pressekonferenz in Düsseldorf erklärte Thomas Rasch, Hauptgeschäftsführer des Verbandes German Fashion: „Die Finanzkrise trifft die erfolgsgewohnte exportstarke deutsche Modeindustrie besonders schmerzlich.“ Noch im Jahr 2011 hatte das Exportplus bei 8% gelegen. Auch die Importseite zeigt ein ähnliches Bild. Nach einem Plus im Jahr 2011 ist bis einschließlich Mai 2012 nun ein Minus von 7% zu verzeichnen. China als wichtigstes Lieferland verliert 10% seiner Aufträge.

Insgesamt befände sich die Situation der Modebranche jedoch auf einem guten Niveau. Eine aktuelle Mitgliederbefragung habe ergeben, dass die Geschäfte zwar schwieriger geworden seien, aber 80% der Firmen seien mit der aktuellen Umsatzsituation zufrieden. Das betont Gerd Oliver Seidensticker von Seidensticker als Vertreter der Bekleidungsindustrie. Im Vergleich zum Jahr 2010 haben die Unternehmen das Jahr 2011 mit einem Plus von 10% abgeschnitten. Besonders gut lief dabei der Bereich Sport/Outdoor mit durchschnittlich 11% Zuwachs.

Im Hinblick auf die weitere Entwicklung seien die Unternehmen nun vorsichtig, da viele klassische Exportmärkte Schwierigkeiten haben. Die Binnennachfrage sei jedoch „sehr gut“, so Rasch. Preiserhöhungen seien nicht zu erwarten. Der Verband schätzt den Gesamtumsatz der deutschen Bekleidungsindustrie im Jahr 2011 auf 12 Mrd. Euro.

27.07.2012Redakteur: Christel Wickerath
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