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Globetrotter: Fenix Outdoor steigt ein


Das schwedische Unternehmen Fenix Outdoor, zu dem Marken wie Fjällräven und Hanwag gehören, übernimmt eine 20%-Beteiligung an Deutschlands führendem Outdoor-Händler Globetrotter, wie die Schweden mitteilen.
 
Fenix Outdoor ist nicht nur Hersteller namhafter Outdoor-Marken, sondern betreibt in Skandinavien auch Handelsformate in diesem Segment. Zum Unternehmen gehören der Outdoor-Filialist Naturkompaniet mit rund 30 Läden sowie der finnische Ableger Partioaitta mit 14 Läden. Globetrotter selbst hält zudem einen Anteil von 25% an dem Schweizer Outdoor-Händler Transa. Die vier Handelsformate zusammen erwirtschaften laut Fenix Outdoor einen Jahresumsatz von rund 3 Mrd. Schwedischen Kronen (341,5 Mill. Euro).
 
„Mit dieser Allianz wollen wir unsere Expansion weiterführen, auf deutscher und auf europäischer Ebene“, so Globetrotter-Geschäftsführer Andreas Bartmann. Die durch die Beteiligung zur Verfügung stehenden Mittel sollen entsprechend verwendet werden. Darüber hinaus sollen Synergien in den Bereichen Einkauf und IT genutzt werden. Welche Expansionspläne es genau gibt, lässt Bartmann zunächst offen. Er führt Globetrotter gemeinsam mit Thomas Lipke, beide in der Position des geschäftsführenden Gesellschafters. „Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, wie die Zusammenarbeit konkret aussieht.“
 
Zuvor hatte Globetrotter zur Kapitalbeschaffung auch erwogen, eine Mittelstandsanleihe zu platzieren. „Das haben wir lange verfolgt, letztlich aber entscheiden, dass eine strategische Allianz wie die mit Fenix, auch unter Berücksichtigung herrschender Marktbedingungen in Europa, die bessere Lösung ist.“
 
Auf dem deutschen Markt wird der Handel mit Outdoor-Artikeln zunehmend schwieriger. Das spürt auch Globetrotter. Das laufende Geschäftsjahr (28.2.) schließt der Hamburger Outdoor-Händler laut Bartmann voraussichtlich stationär nur auf Vorjahresniveau ab, während das Online-Geschäft sogar deutlich verliert. Von einem „zweistelligen Minus“ spricht der Globetrotter-Geschäftsführer. Das Unternehmen, das etwa 40% des Gesamtumsatzes von zuletzt 250 Mill. Euro über E-Commerce erzielte, leidet unter der preisaggressiven Konkurrenz aus dem Netz. In der Folge habe der Outdoor-Händler bewusst weniger Preisaktionen gefahren, um sich von diesen Wettbewerbern abzusetzen. Das kostet Umsatz. „Jetzt hoffen wir auf Beruhigung am Markt“, so Bartmann.

22.01.2014Redakteur: Annika Müller

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