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Grünes Licht für Breuninger-Management


Die E. Breuninger GmbH soll bis auf Weiteres nicht von einem Mitglied der drei Eigentümerfamilien geführt werden. Das gaben die beiden neuen Beiratsvorsitzenden Jeroen van Agtmael und Harald Meilicke in Stuttgart bekannt. Sie sind seit September 2012 im Amt.

„Wir haben uns dafür entschieden, das operative Geschäft von der Eigentümerfamilie zu trennen, um saubere Strukturen zu haben", sagte van Agtmael. Dies sei eine „konzeptionelle Grundsatzentscheidung″, die längerfristig angelegt sei - auch, um dem familienfremden Manager Willy Oergel Planungssicherheit zu geben. „Sonst bekommt man solche Topleute nicht″, so van Agtmael. Für eine Veränderung dieser Strukturen sei die Zustimmung aller Gesellschafter nötig.

Oergel steht seit gut vier Monaten an der Spitze des Stuttgarter Unternehmens und hat einen Vertrag bis 2017. Vor seinem Amtsantritt gab es Spekulationen darüber, dass Miteigentümer Willem van Agtmael seinen Sohn Jeroen mit der Geschäftsführung betrauen wollte. Dies soll am Widerstand von Miteigner Wienand Meilicke gescheitert sein, der angeblich die Interessen seines Sohnes Harald gewahrt wissen wollte.

Die Familien van Agtmael und Meilicke halten jeweils 40% an dem schwäbischen Unternehmen, die übrigen 20% entfallen auf die Familie Brettschneider/Seidel.

Diese Eigentümerstruktur ist aktuell Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen: Der Stuttgarter Anwalt Wolfgang Blumers, ehemals Mitglied des Breuninger-Beirates, will Ansprüche auf Anteile des Unternehmens geltend machen. Der Prozess beginnt am 24. Januar vor dem Stuttgarter Landgericht.
17.01.2013Redakteur: Andrea Hackenberg

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