logo

H&M stößt in Deutschland an seine Grenzen


Wachstum verlangsamt: H&M scheint in Deutschland an seine Grenzen zu stoßen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2014/15 (30. November) konnte der schwedische Moderiese seine Umsätze nur noch um 2% steigern. In den Vorjahren lagen die Wachstumsraten deutlich höher. Mit Erlösen in Höhe von 3,35 Mrd. Euro ist Deutschland aber immer noch der mit Abstand wichtigste Markt vor den USA, Frankreich und Großbritannien.
 
Hierzulande betreibt der Konzern nach neun Neueröffnungen im vergangenen Jahr 449 Geschäfte, den Großteil davon unter der Hauptmarke H&M. Die Expansion in Deutschland soll im laufenden Jahr fortgesetzt werden. H&M eröffnet im Frühjahr unter anderem zwei neue Geschäfte in Wasserburg und Landau.
 
Weltweit hat H&M die Umsätze im vergangenen Jahr um 19% auf 180,86 Mrd. Kronen (19,49 Mrd. Euro) gesteigert. In lokalen Währungen entspricht das einem Plus von 11%. Die Margen sind unter Druck geraten. Die Bruttomarge ist im Vergleich zum Vorjahr von 60,4% auf 57,5% gesunken. Die Nettorendite ist von 14,6% auf 11,3% gefallen. Verantwortlich dafür sind nach Angaben des Unternehmens gestiegene Beschaffungskosten aufgrund der Dollar-Stärke sowie höhere Abschriften auf Winterware wegen des milden Wetters.
 
Die Expansion bewegte sich 2015 auf Rekordniveau. Das Filialnetz wurde weltweit um 413 Verkaufspunkte auf nunmehr 3924 Stores vergrößert. Der Konzern ist in 61 Ländern mit stationären Geschäften präsent, in 23 Märkten gibt es Online-Shops.
 
CEO Karl-Johan Persson hält auch für 2016 an seinen Wachstumsplänen fest: „Wir wollen die Zahl der Geschäfte weiterhin um 10 bis 15% pro Jahr erhöhen.“ Die meisten neuen Läden sollen in China und den USA eröffnen. Wichtigste Marke der Gruppe ist H&M mit 3610 Läden. Es folgen Cos (153) und Monki (106). Im vergangenen Sommer hatte Persson ein neues Filialformat angekündigt, das ursprünglich 2016 starten sollte. Ein Sprecher ruderte jetzt allerdings zurück. Es sei noch nicht klar, wann diese neue Marke starten werde.

28.01.2016Redakteur: Jörg Nowicki
 Drucken