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Hervis wächst zweistellig


Die österreichische Sporthandelskette Hervis ist im Geschäftsjahr 2015 um über 10% auf 469 Mill. Euro gewachsen. Das Salzburger Unternehmen, das im vergangenen Jahr neun neue Filialen eröffnete, ist derzeit mit 191 Stores in Österreich, Deutschland, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Rumänien und der Tschechischen Republik aktiv. 88 Standorte gibt es im Heimatmarkt, wo der Sportartikelfilialist ein Umsatzplus von 9,5% erzielt hat und damit nach eigenen Angaben deutlich über dem Branchenschnitt (plus 2,1%) liegt. „Wir können nicht nur einen ausgesprochen guten Umsatz verzeichnen, Hervis schreibt auch Gewinne“, zeigt sich Hans K. Reisch, Vorstand des Mutterkonzerns Spar Holding AG zufrieden.

Neben der Flächenerweiterung habe sich vor allem das Outdoor-Sport-Segment, sowohl mit Wander- und Laufausrüstung als auch mit Badebekleidung, äußerst positiv auf die Geschäfte ausgewirkt. Auch die massive Expansion in Süddeutschland, wo allein im vergangenen Jahr fünf neue Stores hinzukamen: „Die Eröffnung unserer Standorte in Süddeutschland war ein riesen Erfolg. Gleichzeitig gibt uns die positive Entwicklung im deutschen Raum Rückenwind für die nächsten strategischen Schritte“, sagt Hervis-Geschäftsführer Alfred Eichblatt. Seit am 3. März in diesem Jahr die Filiale im bayerischen Wasserburg eröffnete, ist Hervis in Deutschland insgesamt an acht Standorten vertreten, weitere sollen folgen. Das gilt ebenfalls für alle weiteren Länder, in denen die Sporthandelskette aktiv ist.

Auch die digitale Expansion soll weiter vorangetrieben werden. Bereits jetzt können die Hervis-Kunden neben dem klassischen Filialeinkauf digitale Services wie Click & Collect, Click & Reserve und In Store-Bestellungen nutzen. Für die nahe Zukunft wollen die Österreicher auf Mobile Shopping setzen, um so den Kunden ein treffergenaues Angebot zu gewährleisten und die Flut an E-Mails und Newslettern abzuschaffen.

Um sich den digitalen Herausforderungen auch auf Personalseite zu stellen, legt Hervis ein besonderes Augenmerk auf die Ausbildung. Dementsprechend wurde die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann mit dem Zusatz „Digitaler Verkäufer“ ins Leben gerufen. Zu den vermittelten Lehrinhalten zählen – ergänzend zum regulären Lehrplan – u.a. Waren- und Produktkunde via digitaler Endgeräte, Services in der nahtlosen Vernetzung von On- und Offlinehandel, Kenntnisse der Logistikabwicklung durch E-Commerce, gesetzliche Grundlagen bei Online-Geschäften sowie Kundenberatung mittels digitaler Medien.
09.03.2016Redakteur: Sebastian Wolf
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