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Hoffnung für V&D


Hoffnung für die ums Überleben kämpfende Kaufhauskette Vroom & Dreesman. Sowohl für die 63 Kaufhaus-Filialen als auch für die zum niederländischen Unternehmen gehörende Restaurantkette La Place haben sich mehrere Interessenten gemeldet, teilte ein Sprecher der Insovenzverwaltung am Montagabend mit. Im Laufe dieser Woche sollen die Angebote detailliert überprüft und miteinander verglichen werden. Schon in den nächsten Tagen könnte demnach eine Entscheidung über die Zukunft von V&D gefällt werden.
 
Seit Ende Dezember befindet sich V&D in einem vorläufigen Insolvenzverfahren, das Unternehmen steckte aber schon länger in finanziellen Schwierigkeiten. Bereits 2013 schrieb V&D rund 42 Mill. Euro Verlust bei einem Umsatz von 619 Mill. Euro, 2014 rutschte das Unternehmen mit einem Minus von 49 Mill. Euro bei einem Umsatz von 604 Mill. Euro noch tiefer in die roten Zahlen. Verringerte Ladenmieten für einige Standorte und die Entlassung von 400 Mitarbeitern reichten nicht aus, die finanzielle Situation zu bessern.
 
Als dann noch das Herbst- und insbesondere das Weihnachtsgeschäft deutlich schlechter liefen als erhofft, beschloss Eigentümer Sun Capital, der dem Vernehmen nach bereits 200 Mill. Euro in das Unternehmen investiert haben soll, den Geldhahn zuzudrehen. Und dabei hätten die Filialen dringend Geld für Investitionen in die Modernisierung benötigt. Das angestaubte Ambiente und das zu austauschbare Sortiment haben mit dazu geführt, dass Kunden zu Online-Playern wie den Online-Warenhäusern Wehkamp und Bol.com abwanderten oder – je nach Größe des Geldbeutels – lieber in die Läden von Hema oder des Edel-Filialisten De Bijenkorf gingen.

19.01.2016Redakteur: Janine Damm
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