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Hugo Boss: Claus-Dietrich Lahrs geht


Claus-Dietrich Lahrs
Claus-Dietrich Lahrs
Claus-Dietrich Lahrs gibt sein Amt als Vorstandsvorsitzender der  Hugo Boss AG auf. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats und Lahrs haben sich am Donnerstag darauf geeinigt, dass der 52-Jährige zum 29. Februar im Rahmen einer einvernehmlichen Regelung auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Gesellschaft ausscheidet, teilen die Metzinger mit.

Aufsichtsratsvorsitzender Michel Perraudin dankte Lahrs für die bisherige Zusammenarbeit. „Er hat die Marke auf den Weg in eine internationale Zukunft gebracht und das Unternehmen für den künftigen Wettbewerb gut positioniert. In seine Amtszeit fallen maßgebliche Weichenstellungen zur Entwicklung des eigenen Retail-Geschäftes und zu einem führenden Modeunternehmen im Premiumsegment“, wird Perraudin in der Mitteilung zitiert.

In seiner Zeit an der Spitze der Hugo Boss AG hat Lahrs das Unternehmen strategisch grundlegend neu positioniert. Dazu gehört die Konzentration auf die Kernmarke Boss und deren Positionierung als Premium- und Luxusbrand und die damit verbundene Verlagerung des Volumengeschäftes auf die Linien Hugo und Boss Green. Im Zuge dessen forcierte Lahrs die Preisanpassung der Marke Boss, um weltweit die Kollektion auf ein ähnliches Preisniveau zu hieven. In Deutschland sollen künftig keine Anzüge mehr unter 499 Euro verkauft werden. Vor allem mit dem eigenen Retail wollte das Lahrs das Business vorantreiben. Spätestens bis 2020 sollte das Unternehmen 80 Prozent seiner Umsätze in den eigenen Läden erwirtschaften. Das weltweite Filialnetz wurde kontinuierlich ausgebaut. Allein 2013 erhöhte sich die Zahl der Hugo Boss-Stores um 170 auf insgesamt 1010 Läden.

Zuletzt kam die Expansions-Strategie ins Stocken. Vor allen Dingen in den neuen Märkten Asien und Amerika entwickelten sich die Geschäfte nicht so wie erwartet. Wegen schwieriger Marktbedingungen in China und den USA gab das Unternehmen am Dienstagabend eine Gewinnwarnung heraus und kündigte an, die Preise in Asien an das europäische Niveau anzupassen. Außerdem hat das Unternehmen angekündigt, die Distribution der Kernmarke Boss im US-Großhandelsgeschäft zu limitieren. Hugo Boss wolle sich dem dort grassierenden rabattintensiven Marktumfeld entziehen. Die bereits bestehenden Läden in Asien und den USA sollen laut Mitteilung des Unternehmens überprüft werden.

Dies führte zu massiven Kurseinbrüchen der Boss-Aktie an den Finanzmärkten. Der Abgang von Lahrs hat nun zu leichten Kursgewinnen geführt.

Nach fünfjähriger Tätigkeit als Marketing- und Vertriebsmanager für Nordeuropa bei Cartier in München wechselte Lahrs 1997 zur LVMH-Gruppe. Nach drei Jahren als General Manager für Louis Vuitton in Deutschland übernahm er die Position des President & CEO von Louis Vuitton für Nordamerika in New York. 2004 wurde er Managing Director von Christian Dior in Paris. Im August 2008 wechselte Lahrs dann als Vorstandsvorsitzender zu Hugo Boss. Anfang 2013 verlängerte er seinen Vertrag um fünf weitere Jahre.


25.02.2016Redakteur: TextilWirtschaft online

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