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Industrie ist für 2013 verhalten optimistisch


Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist im vergangenen Jahr wohl mit einem blauen Auge davongekommen. Nach Schätzungen des Gesamtverbands Textil + Mode werden die Umsätze für das Gesamtjahr 2012 „nur geringfügig“ von denen des Vorjahres abweichen. 2011 hatten die deutschen Texil- und Bekleidungshersteller ein Erlösplus von 7,1% auf 17,24 Mrd. Euro erwirtschaftet. In Bezug auf die betriebswirtschaftlichen Faktoren sind die Textilanbieter mit dem Jahr 2012 unzufrieden. Das ergab eine exklusive Unternehmensumfrage der TextilWirtschaft. Danach liegen die Erlöse bei 61% der befragten Textiliten unter denen des Jahres 2011, genauso viele sagen, ihre Erträge seien im vergangenen Jahr gesunken. Großen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Textilhersteller hatten die Entwicklung der Rohstoffpreise und die hohen Energiekosten.



Ein deutlich positiveres Bild zeichnen die Bekleidungsanbieter. Über die Hälfte von ihnen (54%) verbuchte steigende Umsätze, bei 44% sind auch die Erträge nach oben gegangen. Probleme machten den Konfektionären neben Rohstoff- und Energiepreisen die Wirtschaftskrise in vielen europäischen Ländern. „Das zu kompensieren ist eine Mammut-Aufgabe“, so ein Hersteller aus Baden-Württemberg. Schwer zu schaffen machte sowohl der Textil- als auch der Bekleidungsindustrie das Konsumklima. 64% der Textiliten und 74% der Konfektionäre beurteilten es als schlecht.



Die Belastungen durch hohe Energie- und Rohstoffpreise werden wohl auch 2013 nicht abnehmen, heißt es von den Verbänden. Trotzdem blicken die Hersteller „verhalten optimistisch“ in die Zukunft. So gehen bei den Bekleidungsanbietern 86% von steigenden Umsätzen und 65% von zunehmenden Erträgen aus. Bei den Textilherstellern rechnen 42% mit höheren Erlösen. Problematisch werde das Konsumklima bleiben. Sowohl die Textiliten (58%) als auch die Konfektionäre (65%) rechnen mit einer weiteren Verschlechterung. Eine der größten Herausforderungen für die Bekleidungsanbieter seien auch in diesem Jahr die Veränderungen in der Handelslandschaft. „Wir alle müssen ein bisschen Amazon sein”, ist sich der Chef eines großen Konfektionärs sicher.



28.12.2012Redakteur: Ulrike Wollenschlaeger

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