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Intersport: Kaufimpulse blieben aus


Intersport-Vorstand Klaus Jost
Intersport-Vorstand Klaus Jost
Auf gleicher Fläche haben die Intersport-Händler im vergangenen Geschäftsjahr ein Minus von 1% hinnehmen müssen. Einschließlich eines Flächenzuwachses von 20.000m² stieg der Umsatz der 981 angeschlossenen Händler mit 1492 Verkaufsstellen um 1% auf 2,79 Mrd. Euro.

„Ohne große Sportereignisse, mit einem von Wetterkapriolen geprägten ersten Halbjahr und einem deutlich zu milden Dezember sind die notwendigen Kaufimpulse im Handel ausgeblieben“, fasst Intersport-Vorstand Klaus Jost die Entwicklung im Jahr 2013 zusammen. Insbesondere das schleppende Weihnachtsgeschäft habe den angeschlossenen Händlern den Jahresendspurt vermiest.
Positiv entwickelten sich, ebenso wie beim Mainhausener Einkaufsverbund Sport 2000, die Segmente Running (+12%), Fitness (+3%), Beach (+3%). Das frühere Boom-Segment Outdoor legte nur noch um 1% zu.

Für das seit März 2013 laufenden Online-Geschäft nennt Intersport keine Umsatzentwicklung. Es bestehe jedoch noch Steigerungspotenzial, heißt es. 960 Verkaufsstellen sind laut Intersport bisher an den Multi-Channel-Retail angeschlossen. Durchschnittlich 34% aller Online-Bestellungen gingen direkt zum Händler, die Reservierungsoption beim Händlern nutzten 13% der Kunden, die Retourenquote liege bei 36%, lautet das Fazit zum Einstieg in den E-Commerce.

Für die Ausrichtung des Online-Handels bei dem Sportartikelhandelsverbund wurde Stephan Lemm als Interimsgeschäftsführer ernannt. Er folgt auf Jan-Thomas Metge, der das Unternehmen Intersport zufolge auf eigenen Wunsch verlässt. Nach einer Übergangszeit soll Lemm, der als Geschäftsführer zuvor unter anderem das Multi-Channel-Geschäft des Kosmetikherstellers Yves Rocher weiterentwickelte, den gesamten Geschäftsbetrieb der Intersport Multichannel GmbH verantworten.

Nach der Übernahme von Intersport Österreich im September des vergangenen Jahres stehen rund 1140 Händler, die auch in den Lizenzmärkten Ungarn, Tschechien, Slowakei sowie Polen vertreten sind, für einen Umsatz von 3,34 Mrd. Euro Umsatz.

Bei der Zusammenführung der Länderorganisationen werde derzeit an einem gemeinsamen Betriebskonzept gearbeitet, sagte Vorstand Kim Roether. Mittelfristig sei zudem ein gemeinsamer Markenauftritt in Deutschland und Österreich geplant. Details zur neuen Struktur werde es erst geben, wenn die Konzeption vollständig abgeschlossen sei, heißt es. Notwendige Veränderungen sollen angestoßen, aber „mit Augenmaß gestaltet“ werden, so Roether. Den Zeitrahmen für die Zusammenführung beziffert Intersport auf zwei bis drei Jahre.

Für das Sportjahr 2014 prognostizieren Jost und Roether ein Umsatzwachstum von 3%. Direkter Mehrumsatz durch die olympischen Winterspiele in Sochi sei zwar kaum zu erwarten, aber die öffentliche Aufmerksamkeit werde durch solche Ereignisse verstärkt auf den Sport gelenkt. Umsatzimpulse, ohne diese zu beziffern, erwartet Intersport von der Fußball-Weltmeisterschaft, deren FIFA-Lizenzprodukte exklusiv durch die Verbundgruppe vertrieben werden.

Als neues Testimonial haben die Heilbronner außerdem Felix Neureuther gewonnen. In der kommenden Wintersaison startet die Initiative „Sicher im Schnee“ mit dem Skirennläufer als Schirmherr.
27.01.2014Redakteur: Annika Müller

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