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Italiens Schuhmarkt schrumpft


Die italienische Schuhindustrie schreibt rote Zahlen. Wie der italienische Schuhverband Anci anlässlich der Mailänder Schuhmesse Micam (3.-6. März) bekanntgab, ging die Produktion im vergangenen Jahr wertmäßig um 1,4% auf 7,1 Mrd. Euro zurück. Mit einem mengenmäßigen Rückgang von 4,1% unterschritt die Paarzahl die Marke von 200 Millionen Paar Schuhen. „Trotz der guten Zahlen nach der Krise von 2010/11 haben wir heute rote Zahlen und ein unbefriedigendes Verhältnis zu den Anstrengungen der Firmen in punkto Produktions- und Sachkenntnis“, erklärt Anci-Chairman Cleto Sagripanti.

Zwar haben die Exporte der italienischen Schuhproduzenten im Wert um 2,8% auf 7,66 Mrd. Euro zugelegt, mengenmäßig ergab sich jedoch ein Rückgang von 6,3% auf 214,8 Mill. Paar Schuhe, innerhalb der EU sank die Nachfrage um 4,9% und besonders stark aus Deutschland mit einem Rückgang um 8,5%. Zugenommen haben die Exporte jedoch nach Russland (+14,7%) und nach Fernost (+23%).

Die Importe gingen wertmäßig um 5,3% auf 3,85 Mrd. Euro zurück, mengenmäßig um 15,6% auf 302 Mill. Paar Schuhe. Dies verdeutliche die starke Konzentration des Inlandsmarktes, der seit Jahren schon nicht mehr gewachsen sei, so Sagripanti. Als Folge sei die Zahl der Schuhproduzenten in Italien um 250 auf 5356 Firmen geschrumpft, die Zahl der Beschäftigten ging im vergangenen Jahr um 2,1% zurück.

06.03.2013Redakteur: Elke Sieper

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