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JD Sports rettet Perry Sport und Aktie Sport


Die Zukunft der niederländischen Sportartikelanbieter Perry Sport und Aktie Sport ist gesichert. JD Sports übernimmt die in finanzielle Not geratenen Retailer, teilte die Insolvenzverwaltung am Mittwoch mit.
Der britische Sport- und Freizeitbekleidungsfilialist JD Sports übernimmt die niederländischen Sportartikelanbieter Perry Sport und Aktie Sport, die nach einem Antrag auf Zahlungsaufschub des Mutterunternehmens Unlimited Sports Group im Februar in finanzielle Not geraten waren.

Die Insolvenzverwaltung hatte vorzugsweise einen gemeinsamen Übernahme-Interessenten für beide Sportanbieter gesucht. „Das Fortbestehen einer großen Anzahl der Geschäfte ist damit ebenso gesichert wie die Arbeitsplätze einer großen Anzahl von Mitarbeitern“, teilt die Insolvenzverwaltung mit. Es sei aber derzeit noch zu früh zu sagen, wie viele Geschäfte letztlich geschlossen werden, da JD Sports derzeit noch die Performance der einzelnen Filialen analysiere und Gespräche mit Vermietern führe. Für Aktie Sport arbeiten 1150 Mitarbeiter, Perry Sport beschäftigt 850 Mitarbeiter.

Der Deal ist noch nicht rechtskräftig. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte ACM muss erst grünes Licht geben. Mit einer Entscheidung wird Ende dieser Woche gerechnet, heißt es in der Mitteilung.

Die Unlimited Sports Group mit 53 Tochterunternehmen und 2500 Mitarbeitern hatte am 23. Februar einen Antrag auf Zahlungsaufschub beim zuständigen Gericht in Amsterdam gestellt, nachdem die zum Konzern gehörenden Retailer Perry Sport und Aktie Sport in finanzielle Not geraten waren. Der Outdoor- und Sportartikel-Hersteller Perry Sport hatte nach der Pleite der niederländischen Warenhaus-Kette V&D die Umsatzausfälle der elf Shop-in-Shops zu spüren bekommen. Und der Sportanbieter Aktie Sport war nach einer anderen, vorausgegangenen Insolvenz in die Bredouille geraten. Die 128 Aktie Sport-Shops, die die Schuhkette Scapino vor der Insolvenz des niederländischen Einzelhandelskonzerns Macintosh auf ihren Flächen hatte, wollte der neue Eigentümer von Scapino nicht mehr beibehalten. Diese wegbrechenden Umsätze konnte die Sportkette letztlich nicht auffangen.

Die Unlimited Sports Group war nicht nur auf dem niederländischen Markt aktiv, sondern auch in anderen Ländern, darunter Belgien. Dort führte das Unternehmen die Sportmode-Kette Primo mit Läden, die zwischen 800 und 1000m² groß sind. Primo ist von der britischen Kette Sports Direct übernommen worden, teilen die Insolvenzverwalter mit.
23.03.2016Redakteur: Janine Damm
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