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Keine Lust auf Big Data


Foto: Fotolia/Nmedia
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Nur ein Drittel der Europäer sieht in dem Thema „Big Data“ mehr Vorteile als Nachteile. Das hat TNS Infratest anhand einer Studie herausgefunden. Im Auftrag des Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation fragte TNS: Wann sind Menschen bereit, ihre Daten preiszugeben? Über 8000 Europäer – unter anderem Deutsche, Spanier und Italiener – nahmen an der Befragung teil.

Grundsätzlich kann sich demnach eine Mehrheit der europäischen Nutzer digitaler Dienste vorstellen, unter bestimmten Bedingungen persönliche Daten zu teilen. Voraussetzungen sind allerdings Transparenz sowie ein individueller und/oder sozialer Mehrwert. Konkret nach Anwendungsgebieten befragt, sind zum Beispiel rund zwei Drittel der Befragten bereit, ihre Daten zusammen mit denen vieler Anderer anonym von Gesundheitsinstitutionen sammeln zu lassen, um Verbesserungen bei der Entdeckung und Behandlung von Krankheiten zu erreichen.

Grundsätzlich kann sich demnach eine Mehrheit der europäischen Nutzer digitaler Dienste vorstellen, unter bestimmten Bedingungen persönliche Daten zu teilen. Voraussetzungen sind allerdings Transparenz sowie ein individueller und/oder sozialer Mehrwert. Konkret nach Anwendungsgebieten befragt, sind zum Beispiel rund zwei Drittel der Befragten bereit, ihre Daten zusammen mit denen vieler Anderer anonym von Gesundheitsinstitutionen sammeln zu lassen, um Verbesserungen bei der Entdeckung und Behandlung von Krankheiten zu erreichen. Grundsätzlich kritisieren aber viele Befragte die mangelnde Transparenz, die zu geringe Kontrolle über die Daten sowie die unverständliche Sprache bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und bei Kleingedrucktem.

Besonders kritisch sind nach Angaben von TNS Infratest die Deutschen. 62% von ihnen sehen im Phänomen Big Data mehr Nach- als Vorteile. Größere Offenheit in Bezug auf die Datennutzung gibt es bei den Spaniern und den Iren. Ein einheitliches Bild ergibt sich bei der Frage nach der Weitergabe von Daten an Dritte – insbesondere zu kommerziellen Zwecken. Eine große Mehrheit der Europäer steht dieser Praxis – unabhängig vom Thema oder der Art der Daten – sehr kritisch gegenüber. Gerade einmal 10% sehen kein Problem darin, dass z.B. ein Shop ihre Daten für Werbezwecke an Dritte weitergibt.

Prinzipiell haben die europäischen Verbraucher auch nur sehr wenig Zutrauen dazu, dass private oder öffentliche Institutionen verantwortungsvoll mit persönlichen Daten umgehen. Während etwa Gesundheitsinstitutionen (43%), Arbeitsgeber (36%) und Banken (33%) noch ein etwas höheres Vertrauen genießen, stehen die meisten Befragten vor allem Suchmaschinen und Social Media-Diensten skeptisch gegenüber. Nur 16 bzw. 11% halten diese in Bezug auf ihre persönlichen Daten für vertrauenswürdig.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Generell wissen die Befragten nur sehr wenig über Datensammlung und -nutzung. So ermittelte die Untersuchung auch, woher Nutzer ihr Wissen darüber überhaupt beziehen. Gerade einmal 12% der Befragten führten die Nutzungsbedingungen oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) als Informationsquelle an. Rund ein Drittel nutzt Nachrichten, um sich über das Datensammeln zu informieren.
21.01.2016Redakteur: Anke Prokasky
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