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Ludwig Beck wächst dank Online-Shop


Ludwig Beck konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014 den Umsatz leicht um 1,1% auf 69,2 Mill. Euro steigern – entgegen des Branchentrends, wie das börsennotierte Unternehmen betont. Zu warm war der Herbst, außerdem spürt das Münchner Traditionshaus die gedämpfte Konsumstimmung und das Wegbleiben russischer Kunden wegen des Ukraine-Konflikts – der Anteil der Einkäufe russischer Kunden am Gesamtumsatz liegt Ludwig Beck-Vorstand Christian Greiner zufolge im hohen einstelligen Prozentbereich.
 
Dass das Kaufhaus von Januar bis September ein leichtes Umsatzplus erzielen konnte, liegt an der weiterhin starken Performance des 2012 gestarteten Online-Shops, der auf hochwertige Beauty-Produkte wie Luxuskosmetik und -Düfte spezialisiert ist – ein Nischensegment mit bislang zweistelligen Wachstumsraten. Im vergangen Geschäftsjahr erlöste das Modeunternehmen online mehr als 1 Mill. Euro, bei einem Gesamtumsatz von 102,1 Mill. Euro. Nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,7 Mill. Euro, nach 5,4 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern kletterte leicht um 200.000 Euro auf 2,9 Mill. Euro.

Für den weiteren Jahresverlauf sehen die beiden Vorstände Dieter Münch und Christian Greiner trotz des gedämpften Konsumklimas „moderate Wachstumspotenziale“, weil sich das Stammhaus am Rathauseck mit seinem besonderen Geschäftsmodell nicht im gleichen Segment befinde wie die Mehrheit der unter Druck geratenen Filial-Mitbewerber. „In-house generierte Faktoren“ wie die im September neu eröffnete Menswear-Fläche im Untergeschoss, das anhaltende Wachstum des Online-Shops, das generell in jedem Jahr gut laufende Weihnachtsgeschäft und der fortgeführte Trading-up-Prozess können demnach negative Faktoren abschwächen. Eine Baustelle, im wahrsten Sinne des Wortes, bleibt den Münchnern aber weiter erhalten: die U- und S-Bahn-Haltestelle, die schon seit einigen Saisons Einfluss auf die Frequenz haben soll. Ab Oktober nun tangieren die Bauarbeiten am Marienplatz nun den Haupteingang von Ludwig Beck, der bis Februar geschlossen bleiben wird. Für 2014 geht das Unternehmen von einem Umsatzplus im einstelligen Prozentbereich aus.

21.10.2014Redakteur: Janine Damm

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