Metro rechnet mit weniger Gewinn
Metro-Vorstandschef Olaf Koch (Foto Metro Group) Die Düsseldorfer Metro Group hat ihre Gewinnerwartungen für 2012 reduziert. Deutschlands größter Handelskonzern rechnet wegen des sich verschlechternden Konsumumfelds nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem operativen Gewinn (Ebit) vor Sonderfaktoren von rund 2 Mrd. Euro, teilte Metro am Freitag mit. Bisher war ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe von 2,37 Mrd. Euro anvisiert worden.
Die steigende Arbeitslosigkeit in der Eurozone und der verschärfte Konsolidierungskurs zur Eindämmung der Staatsschuldenkrise werden als Gründe genannt. Der Konzern mit den Töchtern Metro Cash & Carry, Media Markt, Saturn, Real und Kaufhof erklärte, die Folgen der Staatsschuldenkrise beeinträchtigten den Geschäftsverlauf stärker als erwartet. Trotz eingeleiteter Maßnahmen zur Umsatz- und Effizienzsteigerung werde der Geschäftsverlauf insbesondere in Südeuropa und Teilen Osteuropas spürbar beeinträchtigt.
„In vielen Ländern haben sich in den vergangenen Wochen die Bedingungen für unsere Kunden und damit auch für unser Geschäft deutlich verschlechtert. Dies hat zu einer noch größeren Konsumzurückhaltung insbesondere bei Nichtlebensmitteln wie zum Beispiel Unterhaltungselektronik geführt“, erklärte Vorstandschef Olaf Koch.
Am Ziel, den Vorjahresumsatz von 66,7 Mrd. Euro zu übertreffen, halte Metro aber weiter fest. Die Investitionen für 2013 sollen „zur Absicherung der finanziellen Zielsetzungen und Spielräume“ des Unternehmens begrenzt werden, ohne das Expansionstempo in den strategischen Wachstumsmärkten zu drosseln, sagte Koch. An der Börse brach der Kurs der Metro-Aktie am Freitag um 9% ein.












