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Modehandel baut Vollzeitstellen ab


Zum 30. Juni 2015 waren im Bekleidungshandel in Deutschland 224.860 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 9287 bzw. 4,3% mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (215.573), geht aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Der Beschäftigungsaufbau kommt wie im Quartal zuvor aber ausschließlich durch mehr Teilzeitstellen zustande. Im Bekleidungshandel stieg laut Statistik die Zahl der Teilzeitkräfte im Vergleichszeitraum von 123.128 auf 132.504 und damit um 7,6%. Die Zahl der Vollzeitkräfte ist dagegen zwischen dem 30. Juni 2014 und Ende Juni 2015 um knapp 1% gesunken, und zwar auf 92.356.

Allerdings ist der Bekleidungshandel stärker gewachsen als der Handel insgesamt. Im Einzelhandel im engeren Sinne (ohne Brennstoffhandel, mit Apotheken) gab es Ende Juni 2015 rund 2,14 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, knapp 3% mehr als im Vorjahr (2,08 Mill.). Der Anteil an Teilzeitkräften im Modehandel liegt nun bei 59% (im Vorjahr: 57%) und somit deutlich über der Teilzeitbeschäftigung im Einzelhandel insgesamt (48%, im Vorjahr 46%).

Weiter rückläufig war die Zahl der Mini-Jobs: Gab es Ende Juni 2014 im Bekleidungshandel noch 112.665 geringfügig Beschäftigte, so ist deren Zahl auf 107.201 gesunken, ein Rückgang um 4,8%. Im Einzelhandel insgesamt ging die Zahl der Mini-Jobber um 4% von 869.272 auf 834.392 zurück.
10.02.2016Redakteur: Bettina Maurer
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