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Modischer Aufbruch in Düsseldorf


Die Ordertage in Düsseldorf sind geprägt von modischer Aufbruchstimmung – bei DOB wie HAKA gleichermaßen. Vor allem die Sortimentsanteile etablierter Systemanbieter stehen dabei unter verschärfter Beobachtung, lautet der Tenor, insbesondere bei den Einkaufs-Verantwortlichen großer Multilabel-Filialisten sowie Platzhirsch-Häuser. Deren Teams nutzen den Standort Düsseldorf zunehmend für strategische Gespräche und den intensiven Austausch mit der Industrie. Verstärkt rückt dabei der Fokus auf Produkt, Präsentation und Modegrad.

Nicht zuletzt die mitunter durchwachsen verlaufene vergangene Frühjahrs-Saison hat zu einem offensiveren Neudenken der Sortimente geführt. „Inszenierung ist ein großes Thema“, sagt Thomas Jäger, Brand Manager von Strellson. Wie können wichtige Säulen mit neuen Labels, Looks und Kollektionen attraktiv gehalten werden – diese Frage wird in allen Genres diskutiert. „Wir beobachten dabei, dass Eckpreislagen zwar nach wie vor unumstößlich sind“, sagt Georg H. Füth von Olymp, „zuallererst muss aber das Produkt gefallen.“ Davon hänge letztendlich auch die Größe der Order ab. Urs-Stefan Kinting von Olsen ergänzt: „Im gehobenen Mainstream ist der Preis nicht das entscheidende Kaufargument. Das Produkt muss gefallen. Inszenierung und Emotionen stehen im Vordergrund. Jeder hätte gern die E-Klasse zum Smart-Preis, aber jeder weiß auch, dass das nicht geht. Der Handel diskutiert mit uns nur bei vergleichbaren Produkten über den Preis.“

Modische Treiber in der DOB sind vor allem neue Drucke und Leichtigkeit in Stoff und Silhouetten. Die HAKA setzt auf ein gekonntes Zusammenspiel aus intensiven Summer-Colours und neuen eisig-rauchigen Pastellen.

30.07.2012Redakteur: Tim Dörpmund
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