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Moncler übernimmt 50 illegale Websites


Moncler hat einen weiteren Sieg gegen Fälscher errungen. Auf Anweisung der World Intellectual Property Organization in Genf fallen 50 Domain-Namen, auf die eine Verletzung der Moncler-Markenrechte eingetragen ist, mit sofortiger Wirkung an den italienischen Jackenanbieter. Die Entscheidung der Weltorganisation für geistiges Eigentum vom 18. Januar folgt einer Anfrage der Mailänder, heißt es aus dem Unternehmen.

Die betreffenden Domains waren im Dezember 2015 in Verbindung mit Begriffen wie „Outlet“ und „Sale“ von drei chinesischen Einzelpersonen eingerichtet worden, um die Aufmerksamkeit der Verbraucher auf Moncler-Artikel zu Discount-Preisen zu lenken. Mittels authentischer Moncler-Fotos, die von der Originalseite stammten, wurden Online-Shopper anschließend auf eine Seite mit gefälschten Produkten gelenkt.

Die internationalen Schiedsrichter befanden, dass die 50 Domains der drei Eigentümer nur formal unterschiedlich, im Wesentlichen aber auf einen Gründer zurückzuführen sind. Die Entscheidung berücksichtigte eine Reihe von Faktoren, einschließlich der besonderen Struktur der registrierten Domains, der Ähnlichkeiten der Registrierungsdaten und Adressen der Eigentümer, der Verwendung der gleichen Registrierstelle und der Tatsache, dass alle User auf die gleiche Website gelenkt wurden.

Erst im November hatte Moncler eine Klage gegen einen chinesischen Fälscher gewonnen. Der Modehersteller Beijing Nuoyakate Gourmet hatte gefälschte Jacken mit dem Moncler-Logo produziert und verkauft. Das Unternehmen wurde zur Zahlung von Schadenersatz in Höhe von 420.000 Euro verurteilt.

Der Jackenanbieter investiert viel in die Bekämpfung von Plagiaten und hat im vergangenen Jahr 1450 Fälle untersucht. Es wurden insgesamt 450.000 gefälschte Artikel aus dem Verkehr gezogen, zudem ließ das Unternehmen 1800 illegale Websites schließen.
08.02.2016Redakteur: Elke Sieper
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