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Nachhaltigkeit lässt zu wünschen übrig


Schlechte Arbeitsbedingungen und Umweltsünden – Textil- und Bekleidungsanbieter werden trotz Abhilfe-Bemühungen ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung nicht gerecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Oekom Research in München. Die Rating-Agentur hat 38 börsennotierte Unternehmen der Branche in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit untersucht. Zehn der Hersteller konnten sich für ein Rating qualifizieren, darunter die Sportartikelanbieter Adidas, Asics, Gildan, Nike und Puma sowie Billabong, Lenzing, LVMH und Richemont.

Die beste von Oekom vergebene Note war ein C+ auf einer von A+ (Bestnote) bis D reichenden Skala. Die Top Drei-Unternehmen, jeweils mit C+ bewertet sind Nike, Adidas und der US-Bodenbelaghersteller Interface. Puma rangiert auf Rang 5, ebenfalls mit C+. Die Luxusgüterkonzerne LVMH und Richemont finden sich auf den unteren Plätzen. Sie berichteten über ihr komplettes Produktportfolio hinweg noch nicht umfassend über ihre Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit.

Der Großteil der untersuchten Anbieter habe laut Studie die wichtigsten sozialen und ökologischen Probleme identifiziert. Deutliche Unterschiede gebe es aber im Engagement und in der Konsequenz, mit denen diese Probleme angegangen würden. Ein wichtiger Schritt sei zum Beispiel die ökologische Gewinn- und Verlustrechnung, die Puma neuerdings veröffentlicht. Zum guten Abschneiden von Nike führte zum einen das Lieferketten-Management, das die Einhaltung grundlegender Arbeitsstandards überwacht, zum anderen der nachhaltige Umgang mit Wasser sowie das deutliche Senken von Emissionen in der Schuhproduktion. Alle diese Punkte treffen auch auf Adidas zu, allerdings veröffentlichten die Herzogenauracher keine produktbezogenen Umweltkennzahlen zu Ressourceneffizienz und Emissionen.

26.07.2012Redakteur: Ulrike Wollenschlaeger

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